Laufenburg

Baustelle sorgt für Unmut und illegale Umfahrungen

An der Baustelle bei der Abzweigung zum Feuerwehrgebäude müssen die Autofahrer zu den Verkehrsspitzen Geduld beweisen.

An der Baustelle bei der Abzweigung zum Feuerwehrgebäude müssen die Autofahrer zu den Verkehrsspitzen Geduld beweisen.

Wegen der akuten Verkehrsprobleme überlegt sich der Gemeinderat von Laufenburg, einen Schleichweg zu sperren.

Vor einem Monat hat die Innerortssanierung der Kantonsstrasse in Laufenburg bei der Abzweigung zum Feuerwehrgebäude begonnen. Saniert wird gemäss Andreas Drohomirecki, Projektleiter im Tiefbau des Kantons Aargau, auf rund 200 Meter langen Abschnitten jeweils nur auf einer Strassenseite. «Der Verkehr wird mit einer Lichtsignalanlage geregelt. Diese wird von einem Verkehrsdienst zu den Verkehrsspitzen manuell bedient, sodass die Wartezeiten verkürzt werden können», sagt Drohomirecki. Wurde die Ampel zunächst ab 16.30 Uhr manuell bedient, habe man sich «aufgrund des massiven Verkehrsaufkommens» entschieden, einen Verkehrsdienst bereits ab 15 Uhr aufzubieten.

Trotzdem kommt es zu den Verkehrsspitzen zu langen Wartezeiten. Dies weiss auch Raphael Imhof, Geschäftsleiter vom Kafi-Shop. Der Laden an der Baslerstrasse liegt rund 500 Meter von der Baustelle bei der Abzweigung zum Feuerwehrgebäude entfernt. «Am Morgen bekommen wir noch nichts von einem Rückstau mit. Am späten Nachmittag, zu der Verkehrsspitze, stauen sich die Autos jedoch bis auf Höhe unseres Ladens und noch weiter zurück», sagt er. Dies bestätigt Drohomirecki. «Es kann vorkommen, dass es mehr als 20 Minuten dauert, bis man von Sisseln die Stadt Laufenburg durchfahren hat.»

Stadtschreiber Marco Waser kann nicht verhehlen, dass bei dem einen oder anderen die Innerortssanierung auf Unmut gestossen ist. «Wir haben eine Handvoll E-Mails mit entsprechenden Bekundungen von Bewohnern erhalten», sagt er. Bisher sei man mit dem Bauablauf zufrieden und man erwarte weiter, dass die Tiefbauarbeiten gemäss dem definierten Zeitplan voranschreiten.

In den ersten vier Wochen der Innerortssanierung habe man festgestellt, dass die Autofahrer die Baustelle nicht zügig genug passieren. «Des Weiteren gibt es einige Autofahrer, die zum Vordermann nicht aufschliessen», sagt Drohomirecki. Die grösste Herausforderung bei der Verkehrsführung sei es, den Kreisel bei der Brücke zum Grenzübergang freizuhalten. So gebe es den einen oder anderen Autofahrer, der statt vor dem Kreisel zu warten, einfach zufahre und diesen verstopfe. «Dies führt dazu, dass für einen kurzen Moment gar nichts mehr geht und der Kreisel erst durch den Verkehrsdienst wieder geräumt werden muss», so Drohomirecki, der deswegen von den Autofahrern ein «vorausschauendes Fahren» fordert.

Um das Linksabbiegen von der Kaisterstrasse auf die Kantonsstrasse und von der Kantonsstrasse in die Spitalstrasse zu gewährleisten, habe man Markierungen auf der Strasse angebracht, welche die Autofahrer auffordern, die entsprechende Kreuzungsstelle freizuhalten. «Das funktioniert ganz gut», so Drohomirecki.

Schleichwegverkehr verhindern

Um die Quartiere während der Sanierung vom Verkehr zu entlasten, hat die Stadt bereits im letzten Jahr Fahrverbote für einzelnen Strassen erlassen. Dazu gehört unter anderem auch die Hintere Bahnhofstrasse. Dies scheint jedoch einigen egal zu sein. «Immer wieder wird die Baustelle auf der Kantonsstrasse via Hintere Bahnhofstrasse und Weihermattenweg – der ebenfalls mit einem Fahrverbot belegt ist – umfahren», sagt Waser. Weil es dabei schon zu mehreren gefährlichen Situationen zwischen Velo- und Autofahrern gekommen sei, entscheide der Gemeinderat in den nächsten Wochen, ob man den Weihermattenweg für Autofahrer mit einem Hindernis sperren werde.

Über die Schleichwege weiss auch die Regionalpolizei Oberes Fricktal Bescheid. So büsste sie an einem Morgen Ende Januar innert zweier Stunden 31 Fahrzeuglenker mit 100 Franken.

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