Kaisten

Bei sichtbarem Tanga gibts ein XXL-T-Shirt als Strafe

So nicht! An der Oberstufe in Kaisten herrschen neue Kleidungsvorschriften. key

So nicht! An der Oberstufe in Kaisten herrschen neue Kleidungsvorschriften. key

In Kaisten wurden gestern mit dem Schulanfang neue Kleidungsvorschriften an der Oberstufe zum Schulanfang eingeführt. So darf neuerdings nicht mehr zu viel Haut gezeigt werden.

Vieles ist jeweils neu am ersten Schultag nach den langen Sommerferien: Neue Klassenkameraden, neue Lehrkräfte, neue Umgebung. Am Standort Kaisten der Kreisschule Laufenburg hielt mit dem neuen Schuljahr auch eine Kleidungsvorschrift Einzug.

Bauchfreie Oberteile, sichtbare Unterwäsche, übermässige Décolletés, Hotpants, Miniröcke, auffälliges Make-up, übergrosser Schmuck und Parfümwolken: All das gehört in den Sekundar- und Realklassen in Kaisten seit gestern der Vergangenheit an. Die Schülerschaft wurde am Morgen über ein entsprechendes Merkblatt orientiert. «Schuluniformen waren bei uns nie ein Thema», erklärte Stufenleiterin Susanne Looser. Einen Kleidungskodex mit gewissen Minimalanforderungen dürfe man aber schon erwarten.

XXL-T-Shirt als Strafe

Aussergewöhnlich und einfallsreich ist die Strafe, die bei Widerhandlung droht. Fehlbare Schülerinnen und Schüler - die Mädchen dürften aufgrund der Vorschriften eher «gefährdet» sein - müssen für den Rest des Halbtages ein übergrosses, blaues oder schwarzes XXL-T-Shirt tragen und danach umgezogen zum Unterricht erscheinen.

Input aus dem Schülerrat

Überraschend mutet auch die Entstehungsgeschichte der neuen Vorschriften an. Der Input kam gleichermassen aus dem Schülerrat, dem ein bis zwei Vertreter jeder Klasse angehören und aus der Lehrerschaft. «Die Schule ist ein Lern- und Arbeitsort, an dem man nicht durch seine Aufmachung auffallen muss», erklärte Susanne Looser den Ansatz der Lehrerschaft. Die Schülerinnen und Schüler dagegen fühlten sich eher abgelenkt oder sogar unter Druck gesetzt.

Kein Blitz aus heiterem Himmel

Aus den unterschiedlichen Ansatzpunkten ergaben sich dann aber deckungsgleiche Diskussionsergebnisse. Bereits vor den Sommerferien wurden diese auch in die Klassen getragen - sodass das zum Schulanfang in den Klassen besprochene Merkblatt nicht wie ein Blitz aus heiterem Himmel kam. So reagierten die Schüler dann gestern Morgen auch ganz gelassen und teilweise mit einem Schmunzeln. Überhaupt habe schon bisher in Kaisten kein Kleidungs-Wildwuchs geherrscht, betonte Looser im Gespräch. «Probleme gab es nur mit ein paar Wenigen.»

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