Die Bautätigkeit im Mettauertal nimmt Fahrt auf. Für die zweite Etappe der Terrassenhäuser «Trottmatt» wurde diese Woche das Baugesuch eingereicht. Von den acht bereits erstellten Häusern sind sieben verkauft.

«Wir sind heute so weit, wie wir es für Mitte 2016 geplant hatten», freut sich Bauherr Pius Beck von der Trottmatt Immobilien AG in Schupfart. Die zweite Bauetappe beinhaltet weitere sieben Terrassenhäuser.

Die Interessenten kommen laut Beck mittlerweile nicht nur aus dem Fricktal selbst, sondern auch aus dem Raum Brugg und Basel. Bauherr Beck ist überzeugt, dass sich auch für die neuen Terrassenhäuser Käufer finden werden. Mit den Bauarbeiten wird im April begonnen. 2017 sollen die Häuser bezugsbereit sein.

Bautätigkeit vor allem in Mettau

Die Überbauung Trottmatt ist nur eines von mehreren Projekten. Im Ortsteil Mettau wird besonders rege gebaut. So liegt seit letzter Woche ein Baugesuch für zwei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 22 Mietwohnungen am «Bruggmättli» auf. Bauherr ist eine Firma aus Allschwil.

Beim Verwaltungsgebäude in Mettau erstellt eine Immobilienfirma aus Brugg zwei Häuser mit elf Miet- und Eigentumswohnungen. Die Baubewilligung für ein Mehrfamilienhaus an der Breitestrasse in Mettau hat der Gemeinderat vor zwei Wochen erteilt. Weitere 22 Mietwohnungen und mehrere Terrassenhäuser entstehen im Nachbarortsteil Etzgen.

Peter Weber, Gemeindeammann von Mettauertal, ist erfreut über die rege Bautätigkeit in den Ortsteilen. «Lange haben wir danach gerufen und viel dafür getan. Jetzt freut es uns, dass das Mettauertal für Bauherren attraktiv wird.» Bei aller Freude schlügen aber zwei Herzen in seiner Brust, sagt Weber.

Denn gleichzeitig mit dem Bauboom will er die Auswirkungen, die ein zu schneller Anstieg der Einwohnerzahl mit sich bringen kann, nicht aus den Augen lassen. Die Gemeinde zählt zur Zeit rund 2000 Einwohner. Sollten alle Wohneinheiten, die in den kommenden zwei Jahren realisiert werden, besetzt werden, könnte dies ein Bevölkerungszuwachs von 200 und mehr Personen bedeuten.

«Die gegenwärtige Infrastruktur ist für bis zu 2500 Einwohner ausgelegt», sagt Peter Weber. Bei einem Zuwachs von 10 bis 15 Prozent innert weniger Jahre müsse aber genau beobachtet werden, wie die Gemeinde das verdaue.

Mehr Steuereinnahmen?

Wie sich der Zuzug der neuen Einwohner auf die Steuereinnahmen auswirke, sei schwer zu benennen, sagt der Gemeindeammann. Eine Hochrechnung wagt er trotzdem. Bei durchschnittlichen Steuereinnahmen von 2000 Franken pro Steuerzahler, könnte die Gemeinde mit 200 000, vielleicht sogar bis 400 000 Franken zusätzlichen Steuereinnahmen rechnen.

Das ist für Peter Weber im Moment aber Zukunftsmusik. «In erster Linie freue ich mich darüber, dass Investoren sich für das Mettauertal interessieren und uns ihr Vertrauen schenken.»