Bad Säckingen

Bürgermeister wiedergewählt — deutliches Ergebnis zeigt, dass Arbeit geschätzt wird

Bürgermeister Alexander Guhl ist im Amt bestätigt.

Bürgermeister Alexander Guhl ist im Amt bestätigt.

Alexander Guhl steht für weitere acht Jahre an der Spitze der Stadt Bad Säckingen – er erhielt über 85 Prozent der Stimmen.

Alexander Guhl hat es geschafft: Der 49-Jährige ist am Sonntag mit der grossen Mehrheit für eine zweite Amtszeit zum Bürgermeister von Bad Säckingen gewählt worden. Insgesamt hat Guhl 85,75 Prozent der Stimmen auf sich vereint. Auf dem zweiten Platz folgte mit deutlichem Abstand Mitbewerber Angelo de Rosa, der es auf 8,17 Prozent schaffte. Gesche Roestel holte 5,08 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag nur bei 31,26 Prozent.

Als um 19.07 Uhr bei der offiziellen Wahlparty der Stadtverwaltung das vorläufige amtliche Endergebnis auf der Leinwand aufschien, gab es lang anhaltenden Applaus für Guhl. Sein Mitbewerber Angelo de Rosa hatte ihm bereits fair gratuliert, bevor das Ergebnis festgestanden hatte. Gesche Roestel war nicht im Kursaal erschienen.

Zweitschönstes Amt nach dem Münsterpfarrer

Guhl (SPD) bedankte sich bei den Bürgern für den «grossartigen Vertrauensbeweis». «Ich freue mich sehr, dass ich auch die kommenden acht Jahren hier Bürgermeister sein darf», sagte er. Dieses Amt sei schliesslich nach dem des Münsterpfarrers das zweitschönste, das es in der Stadt gebe.

Besondere Dankesworte richtete der alte und neue Bürgermeister an seine Frau Kerstin, denn es gebe auch «Schattenseiten» des Berufes. «Man kommt nicht immer unbelastet nach Hause, das ist für Dich nicht einfach, das weiss ich. Vielen Dank für das, was Du in den letzten acht Jahren auf Dich genommen hast», sagte er emotional.

Der anschliessende Kuss ging im Applaus der Menge unter. Aber auch den Vereinen, dem Gemeinderat, den Bundes- und Landtagsabgeordneten im Kreis und seinen Bürgermeisterkollegen dankte Guhl für die stets gute Zusammenarbeit.

Das Leben in der Stadt lebenswerter machen

An Landrat Martin Kistler gerichtet sagte er: «Die Zusammenarbeit mit dem Kreis wird auch in den nächsten acht Jahren immens wichtig bleiben.» Bei de Rosa bedankte er sich «für das faire Miteinander im Wahlkampf». Roestel erwähnte er nicht. «Ich möchte das Leben in der Stadt jeden Tag ein bisschen lebenswerter machen», versprach er.

Lang war die Reihe der Gratulanten. Kistler überbrachte die Grussworte des Kreises Waldshut. «Wenn Mitbewerber da sind, ist das ein Gradmesser. Mit dem deutlichen Ergebnis sieht man, dass Ihre Arbeit geschätzt wird. Deswegen denke ich, dass das ein guter Abend für Bad Säckingen ist», befand der Landrat. «Wir müssen schauen, dass Hetze und Hass keinen Platz bei uns bekommen. Man darf unterschiedliche Konzepte verfolgen, aber das darf nicht dazu führen, dass man den Respekt voreinander verliert», sagte er im Hinblick auf den rauen Ton, der während des Wahlkampfes teils in den sozialen Netzwerken geherrscht hatte.

Wehrs Bürgermeister Michael Thater überbrachte die Glückwünsche der Bürgermeister des westlichen Landkreises. «Kompliment an Sie für diese Wahl», sagte er an die Bad Säckinger Bürger gerichtet.

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