Frick

Coiffeuse darf Kunden wieder an die Haare: „Es ist fast so, als würde ich den Salon neu eröffnen“

Nach sechs Wochen Zwangspause ist für Iba Rexhepi und ihr siebenköpfiges Team „endlich wieder Alltag“ – und doch ist alles anders.

Nach sechs Wochen Zwangspause ist für Iba Rexhepi und ihr siebenköpfiges Team „endlich wieder Alltag“ – und doch ist alles anders.

Es war ein besonderer Moment. Um 7.34 Uhr betritt am Montag der erste Kunde den Coiffeursalon „Hairstylistin iba“. Nach sechs Wochen Lockdown. „Es ist schon ein spezielles Gefühl“, sagt Geschäftsinhaberin Iba Rexhepi. „Fast so, als wenn wir heute neu eröffnen würden.“ Sie sei denn auch etwas nervös, sagt Rexhepi, die ihr Geschäft in Frick 2007 eröffnet hat.

Nach sechs Wochen Zwangspause ist für Rexhepi und ihr siebenköpfiges Team „endlich wieder Alltag“ – und doch ist alles anders. Keine persönliche Begrüssung, die Kunden müssen ihre Jacke selber aufhängen, häufiges Händedesinfizieren, Maskenpflicht, Handschuhe. Jeder Kunde wird auf die Vorsichtsmassnahmen hingewiesen. Auch die Kunden müssen Masken tragen. „Ich habe das Maskentragen am Samstag selber ausprobiert“, sagt Rexhepi. Es sei „gewöhnungsbedürftig“.

Masken hat sie seit dem Wochenende genügend an Lager. Rund 2000 holte sie sich in Kölliken ab, wo der Kanton kostenlos Masken an Betriebe abgab. Mit dem Stock, den sie an Lager hatte, sind es nun knapp 3000. Das reicht eine Zeitlang.

Wobei: Wenn es mit den Buchungen so weitergeht, nimmt der Bestand schnell ab. Seit der Bundesrat bekanntgab, dass Coiffeursalons wieder öffnen dürfen, „steht das Telefon nicht mehr still“, sagt Rexhepi. Auch online geht Buchung um Buchung ein. „Für die nächsten drei Wochen sind wir so gut wie ausgebucht“, freut sich Rexhepi. Auch, weil Rexhepi und ihr Team derzeit nicht mehr alle Stühle besetzen könnten. Konnten vor dem Lockdown neun Kundinnen und Kunden gleichzeitig bedient werden, sind es aufgrund der Coronavorschriften nun noch fünf.

Verändert hat das Coronavirus auch die Arbeitsabläufe. Betreute jede Hairstylistin ihre Kunden vor dem Lockdown von A bis Z, sind die Arbeitsschritte nun aufgeteilt. Rexhepi hat ihre Mitarbeiterinnen instruiert, was beachtet werden muss. „Fehler können aber immer passieren, schliesslich sind wir nicht für den Pandemiefall geschult“, sagt sie. Auch das mache sie etwas nervös, zumal die Polizei ja jederzeit im Laden stehen könne, um zu kontrollieren, ob sämtliche Vorschriften umgesetzt sind. Sie lacht. „Wir geben unser Bestes.“ (twe)

Impressionen der Lockdown-Lockerungen im Aargau:

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