Laufenburg

Der Käufer steht fest: Das Hotel Schützen ist neu im Besitz der Stadt

Das ehemalige Hotel Schützen befindet sich nun im Besitz der Stadt Laufenburg.

Das ehemalige Hotel Schützen befindet sich nun im Besitz der Stadt Laufenburg.

Anfang September wurden die Verträge unterzeichnet – im Juni soll ein Projektierungskredit vorgelegt werden. Der Kauf geschah auch mit einem Hintergedanken: Die Fussgängerquerung soll in das neue Projekt eingebunden werden.

1,68 Millionen Franken sprachen die Laufenburger Stimmberechtigten im vergangenen Juni an der Gemeindeversammlung für den Kauf des ehemaligen Hotels Schützen. Damals war allerdings noch gar nicht klar, ob der Verkauf je abgewickelt würde. Einerseits galt es noch Abklärungen bezüglich der Hypothek zu treffen und andererseits gab noch einen zweiten Kaufinteressenten für die Liegenschaft.

Seit knapp zwei Wochen ist der Kauf des «Schützen» nun aber in trockenen Tüchern. Wie Gemeindeschreiber Marco Waser auf Anfrage sagt, wurden die entsprechenden Verträge am 3. September unterzeichnet. Da seit Juni doch einige Zeit verstrichen ist, wird der Stadtrat gemäss Waser am 15. November an der kommenden Gemeindeversammlung noch keinen Projektierungskredit vorlegen. «Dazu ist die Zeit zu knapp. Voraussichtlich wird das Geschäft an der nächsten Sommergemeinde traktandiert», so der Gemeindeschreiber.

Pausenplatz auf Parkplatz Burgmatt Süd erweitern

Bis dahin gelte es noch die vorhandenen Ideen näher zu prüfen und auszuarbeiten. In der Botschaft zum Kaufkredit hatte der Laufenburger Stadtrat darauf hingewiesen, dass in der Gemeinde kaum mehr Grundstücke zum Bau von öffentlichen Bauten und Anlagen zur Verfügung stehen. Diese spielten aber für die Weiterentwicklung des öffentlichen Gemeinwesens eine wichtige Rolle. Insbesondere auch, weil die Primarschule und der dazu gehörige Pausenplatz, die sich unmittelbar gegenüber dem «Schützen» befinden, an Kapazitätsgrenzen stossen.

So gibt es die Idee, den Pausenplatz auf dem Parkplatz Burgmatt Süd zu erweitern – und dafür auf dem «Schützen»-Areal ein Parkhaus als Kompensation zu bauen. Dort könnten überdies zusätzliche Parkplätze für Pendler geschaffen werden. «Die Nutzung des Parkhauses könnte optional mit einem Motel ergänzt werden», hiess es in der Vorlage im Juni weiter.

Passerellen-Frage soll auch geklärt werden

An den Grundideen habe sich seit der Gemeindeversammlung nichts geändert, so Marco Waser. «Je nachdem ergeben sich aber in den kommenden Monaten noch andere Varianten.» Voraussichtlich bleibt die Stadt auch nicht die einzige Investorin. Es ist angedacht, eine Trägerschaft aufzubauen. «Auch dies werden wir in den kommenden Monaten angehen», sagt Waser.

Synergien verspricht sich die Gemeinde vom Kauf der Liegenschaft samt Grundstück auch in der Passerellen-Frage. Seit die alte Fussgängerüberführung vor knapp drei Jahren bei einem Unfall zerstört wurde, besteht ein Provisorium. Dieses ist mittlerweile im Besitz der Gemeinde. Eine definitive Antwort auf die Frage, wo und wie die Fussgänger künftig die Kantonsstrasse überqueren sollen, fehlt jedoch noch. Man wolle die Fussgängerquerung in das neue Projekt einbinden, so Waser.

Autor

Marc Fischer

Marc Fischer

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