Am Montagabend trafen sich die Verantwortlichen der Stadt Rheinfelden mit Vertretern von Birdlife Aargau. Das Thema: der geplante Rheinsteg in Rheinfelden. Der Dachverband der 123 Aargauischen Natur- und Vogelschutzvereine hatte Ende Februar Einsprache gegen das Projekt eingereicht. Die Vogelschützer sehen im Steg eine Vogelfalle, weil die Vögel die dünnen Seile der Tragkonstruktion nicht wahrnehmen würden.

Geschäftsführerin Kathrin Hochuli und Stadtschreiber Roger Erdin sprechen unisono von einem «konstruktiven Gespräch». Die Anliegen von Birdlife seien ernst genommen worden, so Hochuli. Eine Möglichkeit, die Situation zu entschärfen, sieht Birdlife in sogenannten Verblendungen. Das sind schwarz-weisse Bänder, die an den Seilen angebracht und von den Vögeln wahrgenommen werden.

«Im Gespräch wurden technische Lösungen skizziert, die dem Anliegen von Birdlife Rechnung tragen. Die Ingenieure haben nun den Auftrag, einen konkreten Lösungsvorschlag auszuarbeiten», sagt Stadtschreiber Roger Erdin auf Anfrage der az. Sobald dieser Vorschlag vorliege, würden die weiteren Verhandlungen geführt. «Wir erwarten nun den Vorschlag der Stadt und entscheiden dann, ob wir die Einsprache zurückziehen», sagt Hochuli.

In zeitlicher Hinsicht sei eine Prognose schwierig, sagt Erdin. «Bei gutem Verlauf wäre ein Baubeginn bis Ende Jahr möglich.»