Nach dem grossen Fest kommt das grosse Aufräumen: Am Montag begannen in Kaisten die Abbau-Arbeiten des Dorffests. Dutzende Helferinnen und Helfer räumten Stühle und Tische zusammen, verluden leere Kühlschränke, zersägten Holzpfähle und transportierten sie ab, hängten Kabel ab und rollten sie zusammen oder wischten den Boden sauber. Von der Beizen-Landschaft des Fests war bald nicht mehr all zu viel zu erkennen.

Bis zum Ende der Woche herrscht in Kaisten wieder «Courant Normal». Bis dann sollen die Aufräumarbeiten komplett abgeschlossen sein. Insgesamt 17 Beizen hatten Vereine und Gruppierungen aus dem Dorf eigens für das Fest gestaltet und dabei keinen Aufwand gescheut. Unter anderem entstanden ein Saloon wie im Western, ein «Schwyzer Hüsli» und eine «Hühnerstallbar».

Die Beizen sollen nun nicht einfach in Mülltonnen landen. «Was damit passiert, ist noch offen. Das Ziel wäre aber, dass sie zumindest teilweise andernorts in irgendeiner Form weiterverwendet werden können», sagt Arpad Major, Gemeinderat und OK-Präsident.

Programm nach Plan

Major zieht ein positives Fazit – trotz durchzogenem Wetter. Klar, sie hätten es sich anders gewünscht in Kaisten. Ausgerechnet zum grossen Dorffest am Wochenende schlug das Wetter um. Statt Hochsommer gab es Herbst und mit ihm tiefere Temperaturen und ab und zu auch Regen. «Vor allem der Freitag war nass», sagt Major. Aber: Die Kaisterinnen und Kaister liessen sich vom Wetter nicht gross beeindrucken. Gegen 10 000 Besucher seien während den drei Tagen zum Fest gekommen. Eine genaue Schätzung sei schwierig, da keine Tickets verkauft wurden. «Die Erwartungen, die wir angesichts des Wetters hatten, wurden aber sicher übertroffen», sagt der OK-Präsident.

Belohnt wurden die Gäste mit einem «herrlichen Sonntag», so Major. Das Programm habe während den ganzen drei Festtagen wetterunabhängig nach Plan durchgeführt werden können. Zu grösseren Zwischenfällen oder Unfällen sei es ausserdem nicht gekommen. Auch das ein Grund, weshalb Majors Bilanz positiv ausfällt.

Was aber bleibt darüber hinaus vom Dorffest? Arpad Major spricht vor allem die gute Zusammenarbeit mit sämtlichen Beteiligten an. Es seien viele Kontakte geknüpft worden, das Dorf sei näher zusammengerückt. «Der spürbare Zusammenhalt im Dorf war fantastisch», sagt er und fügt an: «Das Fest hat gezeigt, wie viel ein Dorf erreichen kann, wenn es zusammenhält.»