Mettauertal

Deutliches Volks-Nein zur Schliessung der Schule in Etzgen

Das Stimmvolk hat entschieden: Die Schule im Mettauertaler Ortsteil Etzgen wird es auch weiterhin geben. Twe

Das Stimmvolk hat entschieden: Die Schule im Mettauertaler Ortsteil Etzgen wird es auch weiterhin geben. Twe

Mit klarer Deutlichkeit hat sich das Stimmvolk von Mettauertal für den Erhalt der Schule Etzgen ausgesprochen.

«Das Resultat hat mich in seiner Deutlichkeit überrascht», sagt ein erfreuter Thomas Vetter. Er hat sich gemeinsam mit Gleichgesinnten im Vorfeld der Abstimmung in einer Interessengemeinschaft für den Erhalt der Schule im Ortsteil Etzgen eingesetzt. Am Sonntag hatte das Stimmvolk der Fusionsgemeinde Mettauertal mit 504 Nein-Stimmen die Zusammenführung der beiden Schulen Etzgen und Wil am Standort Wil klar eine Absage erteilt. 391 Mettauertaler wollten künftig nur einen Schulstandort.

Dass der Ortsteil Etzgen auch weiterhin über eine Schule mit Turnhalle verfügt, dafür haben sich nicht nur Stimmberechtigte aus diesem Ortsteil, sondern aus der ganzen Gemeinde ausgesprochen. Etwas, das auch Thomas Vetter mit grosser Zufriedenheit zur Kenntnis nimmt. «Wir haben bei unseren Argumenten nie auf eine Person gezielt, sondern immer sachbezogen diskutiert», ist er überzeugt, dass das letztendlich den Ausschlag gegeben hat. Mettauertal hat am Mittwoch an seiner Gemeindeversammlung einem Standortmarketing die Zustimmung erteilt. Für Vetter ist das schulische Angebot im Ortsteil Etzgen ebenfalls Teil dieses Standortmarketings.

«Ich bin froh, dass es ein so klares Resultat gegeben hat», geht er auf den Ausgang der Sommergemeindeversammlung ein. Damals waren bei einer Rekordbeteiligung an Teilnehmenden gerade einmal zwei Stimmen, die den Ausschlag – für die Schliessung der Etzger Schule – gegeben hatte. Die Mettauertaler Mädchen und Buben werden künftig nach einem Stufenmodell eingeteilt, die beiden Mettauertaler Primarschulen besuchen.

Schule – ein emotionales Thema

Wie Thomas Vetter ist auch Gemeindepräsident Peter Weber ob der Deutlichkeit des Urnenausgangs überrascht. «Die Schule ist ein unglaublich emotionales Thema. Es bewegt auch die Leute, die längst nichts mehr mit ihr zu tun haben.» Eine Gemeindebehörde habe nicht den Auftrag, immer das zu machen, was dem Stimmvolk am liebsten ist. Es gehöre zu den Aufgaben eines Gemeinderates, auch heikle Sachgeschäfte anzupacken und dem Souverän zur Entschlussfassung zu unterbreiten. Eine Erwartungshaltung habe er betreffend Resultat keine gehabt. «Das Stimmvolk hat entschieden. Für mich stimmt es.» Als Gemeinderat sei er aber nach wie vor überzeugt, dass aufgrund der Finanzen und der Schülerzahlen (zurzeit rund 140) ein Standort das Richtige gewesen wäre.

Beide – Peter Weber wie auch Thomas Vetter – betonen, dass ganz gleich, wie die Abstimmung ausgegangen ist, der Entscheid zu akzeptieren ist. «Es ist ein demokratischer Entscheid.» Das kurzzeitige Anhalten bei gewissen Gemeindegeschäften aufgrund des Urnenausgangs ist nun vorbei, das Leben geht in Mettauertal mit zwei Schulstandorten wie bisher weiter. «Wir müssen nun vorwärts schauen», sagt Thomas Vetter. Gemeindepräsident Weber sieht es ebenso. «Wir waren in den letzten Monaten blockiert, konnten nicht planen.» Bald zu entscheiden ist unter anderem, wie mit der Mettauer Turnhalle – sie ist sanierungsbedürftig – weitergehen soll.

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