Bei der Kontrolle am Zollamt Rheinfelden-Autobahn zum Kanton Aargau hatte der 62-Jährige zunächst angegeben, er sei nur für einen Tag in die Schweiz gefahren. Er habe nichts dabei.

Auch die Frage der Zollbeamten nach mitgeführtem Bargeld oder Barmitteln im Wert von 10'000 Euro oder mehr verneinte der Reisende. Das teilte das deutsche Hauptzollamt Lörrach am Mittwoch mit.

Täuschungsmanöver

Die Beamten fanden jedoch bei der Untersuchung des Fahrzeugs und des Gepäcks Hinweise auf ein Bankkonto in der Schweiz. Nach wie vor hielt der Mann an der Angabe fest, lediglich 100 Euro an Bargeld in seiner Geldbörse dabei zu haben.

Da er sich aber sichtlich nervös verhielt, forderten ihn die Zöllner schliesslich auf, die Taschen seiner Bekleidung zu leeren. Letztlich gab der 62-Jährige sein Täuschungsmanöver auf - und präsentierte den Beamten 80'000 Euro in 500er-Noten.

Diese hatte er in vier speziell auf dem Rückteil des Sweatshirts aufgenähten Taschen versteckt. Gegen den Schmuggler wurde umgehend ein Bussgeldverfahren eingeleitet. Nach dem Ausfüllen des vorgeschriebenen Anmeldeformulars konnte der Mann seine Reise fortsetzen.

Kampf gegen Geldwäsche

Reisende in der EU dürfen Barmittel in uneingeschränkter Höhe mit sich führen. Beträge ab 10'000 Euro müssen jedoch bei der Ein- oder Ausfuhr in die EU unaufgefordert beim Zoll schriftlich angemeldet werden. Die EU will mit dieser Regelung Geldwäsche, Terrorismusfinanzierungen und andere illegale Handlungen bekämpfen.