Vor einem Jahr lag das Überbauungsprojekt Rhypark in Laufenburg öffentlich auf. Das Baukonsortium Rhypark (Bäumlin und John AG, Frick, Ernst Frey AG, Kaiseraugst) plant acht Häuser mit insgesamt 92 Eigentumswohnungen auf dem derzeit noch unbebauten westlichen Teil der sogenannten Kraftwerkwiese an der Baslerstrasse. Das Investitionsvolumen umfasst rund 35,3 Millionen Franken.

Keine Einsprachen eingegangen

Obwohl innerhalb der Auflagefrist keine Einsprachen eingegangen sind, ist das Bewilligungsverfahren noch nicht abgeschlossen. «Wir mussten noch verschiedene Ergänzungen zum Projekt nachliefern», erklärt Pia Bürgi von der Bäumlin und John AG. Dennoch sei man vom langen Bewilligungsverfahren etwas überrascht worden. «Wir hoffen nun auf einen Baustart Ende Mai.»

Vom Büro Koch und Partner, das derzeit die Geschäfte der Bauverwaltung Laufenburg führt, war dagegen noch kein konkreter Zeithorizont zu erfahren. «Wir sind bestrebt, das Bewilligungsverfahren schnell zu einem Ende zu bringen, aber es müssen noch einige Entscheide gefällt werden und die Zustimmung des Kantons ist noch nicht bei uns eingetroffen», führte Ursula Lütold aus.

Nichtsdestotrotz hat ist der Verkauf der Wohnungen bereits angelaufen. «Dies ist gang und gäbe», weiss Wilhelm Müller von der Immoka Immobilien AG, die mit dem Verkauf der Wohnungen betraut ist. «Wir machen schriftliche Reservationen und Vorverträge mit den Interessenten.» Und Pia Bürgi ergänzt: «In den Vorverträgen fehlen Fristen und Datumsangaben, diese folgen dann nach dem Erhalt der Baubewilligung.» Der Verkauf sei gut angelaufen, so Müller weiter. In den sogenannten Punkthäusern im nördlichen Teil des Areals und in den Zeilenhäusern Z1 und Z3 wurden schon diverse Wohnungen reserviert, das Haus Z2 wurde gar als Gesamtobjekt reserviert. Ein gesamtheitlicher Verkauf wäre auch bei den Häusern Z4 und Z5, die in einer zweiten Etappe im östlichsten Teil der Parzelle errichtet werden sollen, noch möglich ist.

Untersuchungen der Archäologen

Ebendieser östliche Teil des Areals war im Dezember des vergangenen Jahres Gegenstand von archäologischen Untersuchungen, wie Luisa Galioto, Leiterin Ausgrabungen Kanton der Kantonsarchäologie Aargau bestätigte. Da in der Nachbarschaft bei früheren Bauprojekten Überreste eines römischen Vicus gefunden worden waren, vermutete die Kantonsarchäologie auch im östlichsten Teil der Rhypark-Parzelle antike Funde. «Die magnetischen Messungen haben ergeben, dass unter der Erde zwei kreisrunde und eine lineare Struktur verborgen liegt, die aber alleine anhand der Messungen nicht datierbar sind», erklärte Luisa Galioto. Mit der Bauherrschaft sei nun vereinbart, dass die Kantonsarchäologie die Aushubarbeiten begleitet. Zusätzliche Funde im westlichen Teil der Parzelle seien zwar nicht auszuschliessen, so Galioto weiter, würden aber ihrerseits nicht unbedingt erwartet.