Frick

Die Deponie Seckenberg grösser werden – dafür gibt es einen Fonds über neun Millionen Franken

Die Deponie Seckenberg soll deutlich vergrössert werden.

Die Erweiterungsfläche beträgt gut zehn Hektaren, die Realisierung könnte in rund fünf Jahren erfolgen.

1981 wurde die Deponie Seckenberg in Frick eröffnet. Seither füllt sich die rund 550 000 Kubikmeter fassende Grube Jahr für Jahr. In den ersten Jahren wurde der eingesammelte Hauskehricht auf dem Seckenberg offen gelagert und verdichtet. Schliesslich erfolgte die Entsorgung des Mülls in der Kehrichtverbrennung. Heute betreibt der Gemeindeverband Abfallbeseitigung Oberes Fricktal (GAOF) in der Deponie ein Schlacken- und ein Biomassenkompartiment – und diese beiden Kompartimente sind bald voll.

Vor zwei Jahren hat der Verband deshalb eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, um die wirtschaftlichen, organisatorischen und technischen Rahmenbedingungen einer Deponie-Erweiterung aufzuzeigen. «Die Machbarkeitsstudie sieht sehr positiv aus», sagt GAOF-Präsident Daniel Suter heute. Noch nicht fertiggestellt sei dagegen das geologische Gutachten.

Geld stammt aus Überschüssen aus dem Betrieb

Geplant ist die Erweiterung der Deponie auf einer Fläche nördlich der bestehenden Deponie, die bereits im Richtplan des Kantons und im Kulturlandplan der Gemeinde Frick als erweiterte Deponiezone eingetragen ist. Die Erweiterungsfläche umfasst gut zehn Hektaren, wie Suter sagt. Bislang erstreckt sich die Deponie über 5,6 Hektaren.

In puncto Füllmenge würde die Deponie gar vervierfacht – von heute 550 000 Kubikmeter auf 2,1 Millionen Kubikmeter. Die neuen 1,6 Millionen Kubikmeter würden «in einem Zeitraum von mindestens 40 Jahren verfüllt», wie Suter ausführt. Als nächster Schritt soll nun an der Abgeordnetenversammlung des Gemeindeverbands für die Erweiterung ein Fonds in der Höhe von neun Millionen Franken eröffnet werden.

Dies sei nach dem harmonisierten Rechnungsmodell 2 nötig, so Suter. Man müsse von der Abgeordnetenversammlung die Bestätigung für Rückstellungen erhalten. «Dabei müssen der Zweck und die Höhe definiert werden.» Gespeist wird der Erweiterungs-Fonds laut Suter durch Überschüsse aus dem Betrieb. Es brauche keine Zuschüsse von den Gemeinden. Mit der Schaffung des Fonds falle aber nicht gleichzeitig ein Grundsatzentscheid für die Erweiterung der Deponie Seckenberg.

Bestehende Deponie ist in zwei bis drei Jahren voll

«Der Fonds ist nur eine Möglichkeit, um Mittel für eine Erweiterung zurückzulegen», so Suter. «Der definitive Entscheid wird später mit der Bewilligung des Planungskredits und des Baukredits durch die Abgeordnetenversammlung erfolgen.»

Ohne die geplante Erweiterung sei die bestehende Deponie in zwei bis drei Jahren voll, so Suter weiter. In der provisorischen Planung rechnen die Verantwortlichen allerdings damit, dass die Erweiterung der Deponie Seckenberg erst etwa in den Jahren 2024/2025 in zwei Etappen realisiert werden könnte.

Kommt es also so oder so zu einem Annahmestopp von Schlacke und Bio-Reaktormaterial? «Wir werden weiterhin Schlacke annehmen und Bio-Reaktormaterial nur noch in sehr geringen Mengen», sagt Suter. Somit werde die Deponie kurzzeitig überfüllt, um die Lücke zu überbrücken. Diese Überfüllung stelle aber kein Problem dar.

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Autor

Marc Fischer

Marc Fischer

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