Die Migros zieht sich aus der Grossüberbauung Liebrüti zurück. Das ist seit dem Frühjahr bekannt, als die Betreiberin Varioserv AG die Bewohner in einem Schreiben darüber informierte, dass der Grossverteiler seinen Mietvertrag gekündigt hat (die AZ berichtete).

Noch immer unklar ist, wann die Filiale genau schliesst. «Sobald ein definitiver Entscheid gefällt wurde, wird umgehend informiert», sagt Migros-Sprecherin Andrea Bauer. Wohl spätestens Ende Juni 2020 ist Schluss; auf dann ist der Vertrag gekündigt. Die 12 Angestellten würden – «sofern sie das wollen» – in anderen Filialen weiterbeschäftigt, sagt Bauer.

Der Abschied aus der Liebrüti bedeutet für die Migros nicht den Abschied aus Kaiseraugst. Bereits vor einiger Zeit hat das Unternehmen ein Grundstück an der Landstrasse gekauft, um dort einen Neubau zu erstellen. Die Entwicklungsarbeit laufe bereits, sagt Bauer.

Nur: «Damit unsere Filiale auf dem Grundstück gebaut werden kann, muss die Bau- und Nutzungsordnung angepasst werden.» Die Migros Aare hofft, dass dies bis Mitte 2020 der Fall sein wird und anschliessend der Bau erstellt werden kann.

Aldi Suisse zeigt Interesse an Standort in Kaiseraugst

Derweil laufen in der Liebrüti die Planungen für die Zeit nach der Migros. Die Varioserv AG hatte schon im Frühjahr angekündigt, «einen guten Ersatz» für die Migros finden zu wollen. Ob es inzwischen Interessenten oder gar einen Nachfolger gibt, ist unklar – von der Varioserv AG war niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

Auf Nachfrage der AZ zeigen der Discounter Lidl Schweiz sowie der Detailhändler Volg keinerlei Interesse an der Fläche. Zum jetzigen Zeitpunkt gebe es «keine Pläne für einen Wechsel der Fläche innerhalb des Zentrums», sagt auch Denner-Sprecher Thomas Kaderli. Man wolle aber die künftige Situation im Einkaufszentrum abwarten und «sicherlich alle Optionen prüfen, die an uns herangetragen werden».

Beim zweiten Discounter, Aldi Suisse, besteht zwar ebenfalls kein Interesse an der Fläche. «Die gegebenen Objektkriterien entsprechen nicht vollumfänglich unseren Anforderungen», so Sprecher Philippe Vetterli. Aber: In Kaiseraugst sieht Aldi Suisse durchaus einen «interessanten Standort für eine potenzielle Filiale».