Laufenburg

Die Turnershow in Sulz war ein magischer Moment

«(H)eisskalt» hiess die mit viel Schwung und Präzision dargebotene Tanzeinlage von TV und Damenriege.

«(H)eisskalt» hiess die mit viel Schwung und Präzision dargebotene Tanzeinlage von TV und Damenriege.

Einmal mehr betreibt der Turnverein Sulz für die traditionelle Turnershow einen unglaublichen Aufwand. «Magic Moments» heisst das diesjährige Motto der Turner, die Hallendekoration richtete sich ganz nach diesem Motto.

Unzählige Lichtgirlanden und Spiegel an den Wänden verwandelten die nüchterne Turnhalle in eine verrückte Märchenlandschaft.

Eindrücklich war die in jeder Beziehung perfekte Technik, sowohl Ton, Licht und Bühneneffekte, aber auch eine sorgfältige Auswahl der Musik liessen keine Wünsche offen. Die zwei Showblöcke wickelten sich nahtlos und ohne jegliche Unterbrüche ab. Äusserst geschickt wurde die für Umbauten benötigte Zeit mit kurzen, zumeist recht witzigen Comics überbrückt. Ein Qualitätsbeweis.

Auch Spiderman und Superman

Als Pausenclowns betätigten sich dabei mit grossem Erfolg Adrian Müller, Jonas Marbot und Fabian Obrist. Letzterer brillierte in zwei Filmeinspielungen in einer Parodie mit dem Titel «Netz Natur - Homo gymnasticus», wo er den bekannten Naturfilmer Andreas Moser äusserst gekonnt imitierte und sich auf die Spurensuche nach dem Gerätehüpfer, dem Effinger, dem Gansinger und dem ungeschickten Balkenhuhn begab. Parodien kommen immer an.

Eröffnet wurde die Show, an der rund zweihundert Turnende mitwirkten, mit Vulkanfeuern und dem Einmarsch der von Fackelträgern angeführten Kunstturner- und Geräteturnriegen. Es war höchst imposant, was in der Eröffnungsnummer «850 Finger am heissen Eisen» von den Kleinsten bis zu den gestandenen Turnerinnen und Turnern an den drei «heissen» Reckstangen geboten wurde. Turnerische Höhepunkte waren die abwechselnden Darbietungen der jungen Kunstturner am Barren und der Turner an den Ringen, wo jeder Einzelne Gelegenheit erhielt, sein individuelles Können zu zeigen.

Auf einer Sänfte

Bei der faszinierenden Trampolinschau schwebte «Spiderman» vom Bühnenhimmel und «Superman» höchstpersönlich kam quer durch die Halle angeflogen. Letztmals als Mitglied des Nationalkaders wirkte Jennifer Senn an einer Turnershow mit. Auf der Leinwand wurden nochmals die wichtigsten Stationen ihrer Karriere aufgezeigt, während sie mit zwei kurzen Übungen am Stufenbarren eine Kostprobe ihres Könnens gab. Danach wurde sie unter tosendem Applaus auf einer Sänfte aus dem Saal getragen.

Verschiedene Formationen warteten mit abwechslungsreichen Reigen und Tänzen auf, so beispielsweise die Frauenriege mit einem Würfelzauber, die Jugend- und Mädchenriege und die Tunerinnen und Turner je mit einer rassigen Tanzshow und die Männerriege mit den «The Blues Brothers». «Zauberhafte Welten» hiess eine Darbietung der Geräteturnerinnen, wo die kleinsten Mädchen bis hin zu bestandenen Turnerinnen auftraten.

Mit «Rock am Reck» war eine spassige Recknummer betitelt. Natürlich durften auch die «Magic Jumpers» nicht fehlen, die Bodenturnen und Sprünge auf höchstem Niveau zeigten. Kurz: Es war eine Turnershow, wie man sie wohl nur in Sulz erleben kann.

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