Möhlin

«Dies wäre ein echter Einsatz für den Standort»: Neue Variante von Ortspartei

«Eine Annahme des Referendums unter den aktuellen Vorzeichen öffnet die Tür für eine vollständige Überbauung.», schreibt die Ortspartei.

«Eine Annahme des Referendums unter den aktuellen Vorzeichen öffnet die Tür für eine vollständige Überbauung.», schreibt die Ortspartei.

Das Gebiet nördlich des Banhofs beschäftigt weiterhin. Die SP Möhlin äussert sich zum Referendum bei der Testplanung und zur Mittelschule – und bringt eine neue Variante ins Spiel.

Die Testplanung für das Gebiet nördlich des Bahnhofs sowie die mögliche Ansiedlung einer Mittelschule beschäftigen die Politik in Möhlin weiterhin. Anfang September war der Verpflichtungskredit zur Testplanung an der Gemeindeversammlung abgelehnt worden.

Die SP-Ortspartei hatte sich mit einem Antrag für eine ergebnisoffene Testplanung mit drei Varianten ausgesprochen, was vom Souverän aber abgelehnt wurde. Nun äussert sich die Partei erneut zum Thema – und auch zur laufenden Unterschriftensammlung der überparteilichen IG Pro Mittelschule.

Neue Lösungen gesucht

Sollte das Referendum zu Stande kommen, könnten die Stimmberechtigten «nur über die Variante des Gemeinderates abstimmen», heisst es in der Mitteilung. «Eine Annahme des Referendums unter den aktuellen Vorzeichen öffnet die Tür für eine vollständige Überbauung und nicht nur zur Mittelschule», so die SP.

Falls das Referendum nicht zu Stande komme oder die Testplanung danach auch an der Urne abgelehnt werde, müssten hingegen «neue Lösungen gesucht werden», heisst es weiter. «Der Regierungsrat des Kantons Aargau könnte einem anderen Standort nun wohl eher den Vorzug geben. Rheinfelden hat der Testplanung jedoch zugestimmt und kann den möglichen hiesigen Mittelschulstandort retten, indem möglichst rasch ein Standort ganz auf Rheinfelder Boden vorgeschlagen wird.»

Möhliner Land bliebe für Landwirtschaft erhalten

«Wenn wir über die Ortsgrenzen hinausschauen, sieht man, dass es sich lohnt, auch andere Lösungen in Betracht zu ziehen – mit mehreren Vorteilen für beide Gemeinden», so die SP in ihrer Mitteilung. Die Partei hat bereits einen Vorschlag ausgearbeitet, wie das Projekt Mittelschulstandort Rheinfelden/Möhlin ganz auf dem Rheinfelder Landanteil zu realisieren wäre.

Auf ihrer Website hat sie dazu eine Visualisierung aufgeschaltet. Darauf ist ersichtlich, dass die SP einen Standort entlang des heutigen Fusswegs zwischen Riedmatt- und Salinenstrasse plant. Als Vorbild dient dabei die Aufteilung des Gymnasiums Muttenz mit Schulgebäude, Turnhalle, Aussensportanlage, Mensa und Parkplätzen.

Echter Einsatz für den Standort Mittelschule

«Die Schule kann bei entsprechender Planung, auch ohne Zustimmung von Möhlin, vollständig auf Rheinfelder Boden direkt beim Bahnhof Möhlin gebaut werden», schreibt die SP. «Die Schüler können direkt vom Bahnhof, Bus, Velo oder zu Fuss auf das Schulareal gelangen. Die Zufahrt kann entweder über das bereits eingezonte Industrieland entlang dem Bahndamm oder besser per Einfahrt bei der Saline auf kürzestem Weg zur Industrie-Umfahrungsstrasse erfolgen.» Der Landverlust, so der Vorschlag der Partei, könnte durch «die Rückzonung des Chleigrüt lokal ausgeglichen werden».

So bliebe das Möhliner Land für die Landwirtschaft erhalten. Mit der Testplanung für die Mittelschule auf Rheinfelder Boden könne sofort begonnen werden, heisst es weiter. «Dies wäre ein echter Einsatz für den Standort Mittelschule.» (az)

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