Gemeindefusionen

Drei neue Gemeinden mit neun Gemeindehäusern

Im Ortsteil Sulz ist das Steueramt und das Betreibungsamt untergebracht

Im Ortsteil Sulz ist das Steueramt und das Betreibungsamt untergebracht

Infolge von Fusionen werden viele Gemeindeliegenschaften im Bezirk Laufenburg einer neuen Bestimmung zugeführt.

Schliessen zwei oder noch mehr Gemeinden zusammen, so ist das der Beginn einer neuen Dorfgeschichte. Zu dieser gehören ebenfalls längst geschriebene Kapitel. Kapitel, welche die einzelnen Fusionspartner, heutige Dorfteile, in den zurückliegenden Jahrzehnten geschrieben haben.

Im Bezirk Laufenburg haben per 1. Januar 2010 gleich neun Gemeinden den Zusammenschlussschritt gewagt und sich zu insgesamt drei neuen Gemeinden zusammengeschlossen: Mettauertal mit den Ortsteilen Etzgen, Mettau, Oberhofen, Wil und Hottwil; Laufenburg mit Ortsteil Sulz sowie Kaisten mit Ortsteil Ittenthal.

Was wird gebraucht, was nicht

Alle diese Ortsteile verfügen über gemeindeeigene Liegenschaften, insbesondere Gemeinde- und Schulhäuser. Wie werden diese im Zuge der Fusionen genutzt? In Mettauertal entsteht zurzeit aus dem ehemaligen Schulhaus im Ortsteil Mettau das Gemeindehaus. Die einstigen Räumlichkeiten der Gemeindeverwaltung in diesem Ortsteil sind schon vor einiger Zeit an die Spitex vermietet worden. Die Verwaltung der Zusammenschlussgemeinde bringt nebst der alltäglichen Arbeit auch viel Zusatzaufwand mit sich. Die Hände in den Schoss legen und warten, bis das neue Gebäude in Mettau bezugsbereit ist, geht nicht. Deshalb hat das Verwaltungsteam bereits im November 2009 das Gemeindehaus im Ortsteil Oberhofen bezogen. Vorübergehend.

Denn bereits ab August 2011 wird die Verwaltung im neuen Gemeindehaus im Ortsteil Mettau zu finden sein. Es ist vorgehen, dass dann das Obergeschoss des ehemaligen Gemeindehauses in Oberhofen als Gemeindesaal genutzt wird. Das Erdgeschoss soll vermietet werden. Das Schulhaus in diesem Ortsteil hat Gemeinderat und Bevölkerung etwas länger beschäftigt. Nach einer Umzonung konnte das Gebäude privat verkauft werden. In der Fusionsgemeinde wird an zwei Orten unterrichtet: in Wil und in Etzgen.

In Wil wurde das Schulhaus noch während der Umsetzungsphase für die neue Gemeinde umfassend saniert und erweitert. Der Schulraum im bisherigen Schulgebäude in Etzgen genügte dem Platzbedarf nicht. So wurden im ehemaligen Gemeindehaus neben der Schule zusätzliche Unterrichtszimmer geschaffen. Noch offen ist die weitere Verwendung des Gemeindehauses in Wil. In Hottwil hingegen wird dort, wo einst verwaltet wurde, weiterhin geplant und gerechnet, aber in einem anderen Bereich. Das Gemeindehaus mit dem kleinen Glockenturm auf dem Dach ist an die Waldburger Ingenieure AG vermietet worden. Nochmals zurück in den Ortsteil Mettau. Dort ist auch der nicht mehr gebrauchte Kindergarten einer neuen Bestimmung zugeführt worden: Regelmässig treffen sich hier die Senioren der Gemeinde.

Alle Gebäude werden gebraucht

Anders als in Mettauertal präsentiert sich die Situation in Laufenburg. Trotz Zusammenschluss mit Sulz werden hier weiterhin alle Gebäude wie bisher oder in ähnlicher Form genutzt. Gemeindekanzlei, Einwohnerdienste und Finanzverwaltung sind im Rathaus Laufenburg angesiedelt, wo sich auch der offizielle Sitz des Gemeinderates befindet. Im Gemeindehaus Sulz sind das Steueramt und das Betreibungsamt einquartiert. Ebenfalls in Sulz befindet sich im Werkhof der Standort des Forstbetriebs. Im Werkhof Laufenburg sind die Bauverwaltung und sämtliche Unterhaltsdienste untergebracht. Das Zivilstandsamt ist nach wie vor an seinem bisherigen Standort am Marktplatz 191 zu finden.

Verwaltung und Schule in Kaisten

Und Kaisten mit Ortsteil Ittenthal? Die komplette Verwaltung befindet sich im frisch sanierten Kaister Gemeindehaus. Die Verkaufsverhandlungen für das ehemalige «Uettleter» Verwaltungsgebäude sind im Gange. Dieses Sachgeschäft soll an der Sommer- oder Wintergemeindeversammlung 2011 traktandiert werden. In Kaisten wird wie bisher unterrichtet, im Schulgebäude in Ittenthal ist derzeit die Spielgruppe einquartiert. Ein Verkauf ist kurzfristig nicht vorgesehen. Verhandlungen über den Verkauf oder die Nutzung sind auch beim ehemaligen Schützenhaus in Ittenthal im Gange.

Das Kaister Stimmvolk hat dem Gemeinderat an der November-Gmeind den Auftrag erteilt, für die Werkhöfe und Feuerwehrmagazine sowie den Entsorgungsplatz in Kaisten ein Gesamtkonzept vorzulegen.

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