Sisslerfeld

Eiken will auf den Mobilitätsplan verzichten

Verkehrsüberlastung mitten im Dorf Eiken ist jetzt alltäglich

Verkehrsüberlastung mitten im Dorf Eiken ist jetzt alltäglich

Im Zusammenhang mit der erarbeiteten Planung für die Entwicklung des Industriegebiets Sisslerfeld schert eine Gemeinde aus.

Henri Leuzinger von der Projektleitung liess verlauten: «Eiken macht nicht mit. Der Gemeinderat hat das Mitwirkungsverfahren dazu benützt, um einseitig und unabgesprochen eine Kehrtwende zu beantragen und insbesondere auf den Mobilitätsplan zu verzichten. Ausgerechnet dort, wo die Verkehrsprobleme schon heute zeitweise ziemlich belastend sind.»

Nach Angaben Leuzingers tangiert ein Grundstück der Gemeinde Eiken das betreffende Industrie-Kerngebiet. Ansonsten ist der Chemiekonzern DSM der grosse Eiker Landbesitzer und würde das betreffende Gebiet freigeben für die Ansiedlung von Industrie, die ins Cluster passt, also eine gewisse Ähnlichkeit mit bereits ansässigen Unternehmen hat.

Während des Mitwirkungsverfahrens hat es gemäss Projektleitung in Eiken zwei Sammeleingaben gegeben, in Münchwilen und Sisseln meldete sich niemand. So konnte die Vorlage inzwischen bereinigt werden und Münchwilen und Sisseln legen, nach einvernehmlich abgelaufenem Mitwirkungsverfahren, die Teilrevision der Industriezone noch bis zum 1. Mai öffentlich auf. Das heisst, jetzt können sich die Grundeigentümer verlauten lassen. Die Gemeinde Stein hat das Planungswerk bereits im Rahmen der Gesamtrevision im Dezember 2011 beschlossen.

«Die Türe ist für Eiken nicht zu»

Henri Leuzinger aus: «Die Türe ist für Eiken nicht zu. Die Gemeinde kann die Teilrevision auch ein halbes Jahr später noch weiterverfolgen. Der Ball liegt jetzt bei der Steuerungsgruppe, also bei den vier beteiligten Gemeindeammänner, inklusive Eiken. Aber Münchwilen und Sisseln verfolgen als in die Planung involvierte Nachbargemeinden das politische Ziel, die ganze Vorlage den Stimmberechtigten an den diesjährigen Rechnungs-Gemeindeversammlungen zur Beschlussfassung zu unterbreiten - mitsamt dem Mobilitätsplan.

Hinter der Zurückhaltung Eikens - wegen Abwesenheit war bisher niemand von den zuständigen Behördenmitgliedern für eine Stellungnahme zu erreichen - ist natürlich die Verkehrssituation zu sehen. Diese ist für das Dorf jetzt schon sehr belastend und dürfte sich nach der Ansiedlung von 1500 bis 3000 neuen Arbeitsplätzen im Sisslerfeld noch verschärfen, wird befürchtet.

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