Schon seit geraumer Zeit wurden Stimmen von Verkehrsteilnehmern laut, dass das Befahren des Kreisels mühsam sei und dringender Handlungsbedarf bestehe. Denn beim 2007 erstellten Kreisel Chilli, welcher die Kantonsstrasse K 292 (Landstrasse) mit dem neuen Industriezubringer NK 495 verbindet, gerät der Verkehr während der Spitzenzeiten am Morgen und am Abend in West-Ostrichtung regelmässig ins Stocken. Das führt auf der westlichen Zufahrt von der Autobahn her zu Rückstaus bis zum Rheinfelder Kohlplatz.

Kreisel hat Leistungsfähigkeit erreicht

Der Kreisel Chilli hat die Grenze seiner Leistungsfähigkeit somit erreicht, und der Bypass als separate Spur sorgt nun für eine Entlastung der Situation, die auch für die Radfahrer mehr Sicherheit bringt.

Die jetzt zusätzlich eingebaute Fahrbahn soll den allabendlichen Kollaps im Feierabendverkehr verhindern und den Chauffeuren, die aufgrund des engen Kreisels mit ihren Lastwagen auf Schritttempo abbremsen müssen, die Durchfahrt vereinfachen.

Wer nicht auf den Industriezubringer abbiegen will, kann die zusätzliche Spur befahren, die um den Kreisel herum führt. Durch den Ausbau musste der Radweg in Richtung Süden verlegt werden. Die neue Linienführung in S-Form der Radwegquerung über drei Fahrbahnen (beide Kreiselspuren und Bypass) bringt einen Sicherheitsgewinn für den Radverkehr.

Der Kreisel Möhlin bekam einen Bypass.

Der Kreisel Möhlin bekam einen Bypass.

Einsatz einer Lichtsignalanlage möglich

Mit den Anpassungen am Kreisel Chilli wurden gleichzeitig Vorleistungen für eine spätere, optionale Verkehrssteuerung erbracht: Detektoren (Induktionsschleifen) im Strassenbelag messen die Anzahl Fahrzeuge und schleusen sie später falls nötig mittels Lichtsignalanlage durch den Kreisel. Diese optionale Steuerung könnte bereits zum Einsatz gelangen, wenn festgestellt wird, dass sich der Verkehr in der Industriestrasse NK 495 zu weit zurückstaut.

Andreas Drohomirecki, Projektleiter beim Departement Bau, Verkehr und Umwelt in Aarau, stellte eine deutliche Entlastung der Situation durch die Inbetriebnahme des Bypasses fest, wie er der Aargauer Zeitung sagte: «Der Bypass ist auf Spitzenzeiten ausgerichtet und das scheint sich zu bewähren. Bloss müssen sich die Verkehrsteilnehmer noch an die Situation gewöhnen.»