Es war ein gelungener Start für die erste «Expo 2019 Gewerbeausstellung Unteres Fricktal in Rheinfelden» mitten in Rheinfelden. Rund 120 Aussteller aus Industrie, Handwerk, Handel und Dienstleistung präsentierten sich vom 10. bis 12. Mai rund um das Rheinparking-Areal von ihrer besten Seite. Das Areal war bequem per Fuss vom Bahnhof, vom Städtli oder vom Kurbrunnen zu erreichen. Zehntausende Besucher flanierten in drei Tagen durch die Ausstellungshallen auf 3500 Quadratmetern Fläche.

Neben der Gewerbeausstellung bot die «Expo 2019» zusätzlich noch ein attraktives Rahmenprogramm mit Live-Musik, Artisten, Lunapark, Tombola und Foodtrucks. Die mobilen Essensstände sind ein Trend. Burger, Chili con Carne, Pasta, Indisches oder Risotto sorgten für das leibliche Wohl – für jeden Gaumen war etwas dabei. Für die Grossen liessen die Musiker der «Bünzlikrachers» so richtig «den Bünzli» raus, die Soul und Funk Band «Unique» brachte so manche Hüfte zum Schwingen. BMX- und Bobbycar-Animation, Kinderschminken, Schiffli basteln und Spielmobil gab es für die kleinen Besucher.

Das Organisationskomitee, unter der Leitung des Präsidenten Raymond Keller, legte sich mächtig ins Zeug, um die erste Expo auf die Beine zu stellen. Das OK, der Gewerbeverein Rheinfelden, der Gewerbe- und Industrieverein Violental, der Gewerbeverein Magden und Umgebung, der Gewerbeverein Möhlin und Umgebung, der Handwerker- und Gewerbeverein Stein sowie der Handwerker- und Gewerbeverein Wallbach arbeiteten seit Sommer 2017 Hand in Hand, um den Event «zu einem ganz besonderen Anlass zu machen».

Alfons Kaufmann, als OK-Mitglied zuständig für den Bereich «Berufsschau», wollte möglichst viele Berufe vorstellen und «den jungen Leuten zeigen, welche tollen Berufe im Fricktal angeboten werden». Das ist ihm gelungen. Lehrlingsbetriebe aus den unterschiedlichsten Branchen von Bau, Gesundheit, Elektronik über Verkehr und Informatik bis hin zu Wirtschaft und Holz präsentierten in der «Berufsschau mit Berufswelten» im Kurbrunnensaal ihre Einstiegsmöglichkeiten für einen Lehrberuf.

Diskussionsrunde zum Schweizer Berufsbildungssystem

Interessierte Schüler der Real-, Sekundar- und Bezirksschule konnten sich hautnah informieren und dem einen oder anderen Profi über die Schulter schauen. Kaufmann führte am Freitagabend auch die Diskussionsrunde rund um das Thema «Berufsbildungssystem Schweiz» mit der Erziehungswissenschafterin Margrit Stamm; Ursula Renold von der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich; Crispino Bergamaschi, Direktionspräsident der Fachhochschule Nordwestschweiz; Kathrin Hunziker, Chefin Abteilung Berufsbildung und Mittelschule des Kantons Aargau und Martin Ziltener, Abteilungsleiter bei den Beratungsdiensten für Ausbildung und Beruf Aargau (ask!).

Die Diskussionsteilnehmer waren sich einig, dass das schweizerische Bildungssystem im internationalen Vergleich sehr gut da steht und sich durch eine hohe Durchlässigkeit auszeichnet. Einzig Stamm kritisierte, dass die Durchlässigkeit im Schweizer Bildungssystem eher nach unten als nach oben führt.