Gipf-Oberfrick

Ein pulsierender Ort des Miteinanders: 50 Jahre Kirche St. Wendelin

Gemeindeleiter Martin Linzmeier zelebriert den Gottesdienst.

Gemeindeleiter Martin Linzmeier zelebriert den Gottesdienst.

Gemeindeleiter Martin Linzmeier zelebrierte diesen Sonntag einen speziellen Gottesdienst. Die Kirche St. Wendelin in Gipf-Oberfrick feiert nämlich 50 Jahre Bestehen.

Die Freude bei den Gipf-Oberfrickern war riesig, als sie endlich am 7. September 1969 ihr eigenes Gotteshaus einweihen konnten. Als Pfarrei eigenständig waren sie ja bereits seit 1953, doch zum Gottesdienst mussten sie bis dahin eben noch immer nach Frick.

Die Kirche mit ihren fünf Glocken im geschlitzten Turm ist ein gelungenes, modernes Bauwerk vom Zuger Architekten Hans A. Brütsch, zugleich eine grosse Bereicherung des Dorfkerns. Doch auch im Inneren gibt es einige Juwelen zu entdecken. Die wunderbar farbige Bleiverglasung der Fenster und den Wandteppich kreierte der bekannte Schweizer Künstler Ferdinand Gehr, die Madonna im Altarbereich ist aus dem 15. Jahrhundert. Besonders ist ebenso der Kreuzweg im Seiteneingang.

Ein halbes Jahrhundert Römisch-Katholische Kirche St. Wendelin feierte die Gemeinde am Sonntag auch mit vielen Gästen. Den sehr lebendigen Gottesdienst zelebrierten Gemeindeleiter Martin Linzmeier, der pensionierte Pfarrer Heiri Schmid, Seelsorger in Ausbildung Patrik Suter sowie Pfarreiseelsorger aus Frick, Ulrich Feger, zusammen mit Mitgliedern der Kirchengemeinde. Musikalisch umrahmte der Chor St. Wendelin unter der Leitung von Tina Kupprat, Organistin Irmelin Bünsch und den Solistinnen Gordona Kekenovska und Christine Schmeling das Jubiläum.

«Was bedeutet Kirche für mich heute?» Eindrückliche und teils bewegende Antworten darauf gaben Gläubige im Gottesdienst. Bernadete Halbeisen, ehemals tätig in der Liturgiegruppe und Kirchenpflege, verband ihre Überlegungen vergleichend im Wandel der Kirche von früher zu heute. War es ehemals eine warnende, beharrende Kirche, ist es für sie heute eine versöhnliche, aufbrechende, nicht auf Althergebrachten pochend. Immer aufgeschlossen für neue Ideen.

Glaube als feste Konstante im Leben

Eine feste Konstante im Leben ist für Kirchenpflegerin Gabriela Fosado Wydhooge der Glaube, bedeutungsvoll bei wichtigen Entscheidungen, aber auch ein Ort fester Gemeinschaft. Vor mehr als 50 Jahren arbeitete Heiri Häseli in der damaligen Kommission für den Kirchenbau gestalterisch mit. Er erinnerte sich in seinen Ausführungen an eine Zeit grosser Aufbruchstimmung verbunden mit der Überzeugung an eine friedliche Welt. Das Materielle stand nicht an erster Stelle. Die Prioritäten hätten sich teilweise etwas geändert, fand er, Hab und Gut nehmen einen grösseren Stellenwert ein. Doch für ihn persönlich hat der Glaube noch immer grosse Bedeutung, vermittelt Wahrhaftigkeit und gesellschaftliche Geborgenheit. Ebenso wussten auch die Ministranten recht gut, was ihnen Kirche bedeutet.

Martin Linzmeier sprach in seiner Predigt von seinen vielen positiven Erfahrungen in der Zeit der Zugehörigkeit zu dieser Gemeinde, von einem zentralen Ort des Miteinanders vieler grossartiger Menschen.

Während und nach einem gemeinsamen Mittagessen gab es viel Musik, die Kinder tummelten sich auf dem Spielplatz, hörten im Märchenzelt spannende Geschichten.

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