Fragt man die Geschäftsführer der KSL Ingenieurbüro AG nach Projekten, die sie in den letzten Jahren realisiert haben, beginnt eine Never Ending Story – eine vom Erfolg mit Hindernis. Doch weil die Sprache der Ingenieure für den Laien oftmals ein Chuderwälsch ist, münzt die vierköpfige Geschäftsleitung den Fokus ihres 40-Jahr-Jubiläums auf kulturelle «Bauten» um.

Jean-Claude Bula, Kreisgeometer des Bezirks Laufenburg, Marcus Berger, Jürg Müller und Oliver Brem wollen indirekt in die Zukunft der Kinder investieren. So fand gestern in Gansingen die Vernissage von «Perimuk und die Abenteuer seiner Kinder» statt, ein Kinderbuch zum neuen Familienwanderweg im Gebiet des Cheisachers. Gesponsert wird das Buchprojekt vom KSL Ingenieurbüro AG. Auch der heutige Jubiläumsevent der Firma in Wettingen steht eher im Zeichen der Kultur denn des Ingenieurwesens. Slam-Poet Simon Libsig sorgt für literarische Bijous, die
5 Brass Band für musikalische.

Wichtiger Schritt

Das 40-jährige Bestehen, Aufträge über die Kantonsgrenzen hinaus und die ständig wachsende Belegschaft sind Zeichen des Erfolges. Doch einen ganz wesentlichen Schritt nahm Jean-Luce Bula damals vor 10 Jahren, als er infolge der anstehenden Pensionierung des Kreisgeometers des Bezirk Laufenburg Franz Koch dessen Amt übernehmen konnte. Damit verankerten sich die KSL Ingenieure in der Region Fricktal definitiv. «Bis heute funktioniert die Zusammenarbeit mit dem Kreisgeometer Koch und Partner in Rheinfelden einwandfrei», bestätigt Jürg Müller Mitglied der Geschäftsleitung.

Drang nach Innovation

1964 als Einzelfirma von Arthur Knecht und Hansruedi Schärer gegründet, wurde das Unternehmen 1972 mit Karl-Heinz Leu zur KSL Aktiengesellschaft. Ab 1980 folgte ein Firmensitz in Wallbach, welcher über Rheinfelden an den heutigen Standort in Frick umzog. 2010 entstand in Mumpf durch die Übernahmen des Ingenieurbüros Peter Stocker eine weitere Fricktaler Niederlassung.

Möglicherweise liegt das Erfolgsgeheimnis der Firma in ihrem Drang nach Innovation. Seit letztem Jahr macht sie sogar Google Street View Konkurrenz mit einem neuen Geoinformationssystem für die Gemeinden. Das System entspricht einer digitalisierten Version des jeweiligen Dorfplans mit allen Einzelheiten.

Der Vorteil: Man kann Bauprojekte wie beispielsweise Solarpanels auf Dächern besser bewerten, weil man auf dem 3-D-Modell sieht, wie das Sonnenlicht einfallen wird. Jüngstes Kind der Firma heisst «K462», die Sanierung der Kaiestenbergstrasse, die bereits jetzt im 3-D-Modell befahren werden kann.

Die KSL Ingenieurbüro AG feiert ihr 40- jähriges Bestehen im Tägi Wettingen.