Das Gasthaus Bären im Mettauertaler Ortsteil Hottwil hat in den letzten zehn Jahren, seit Geri und Esther Keller den Betrieb als Wirte- und Pächterehepaar übernommen haben, einiges an Veränderungen und Umbauten erfahren.

Der «Bären» ist seit 36 Jahren als Genossenschaft organisiert. Dass Präsident Werner Wernli und seine Vorstandskollegen am Dienstag zu einer ausserordentlichen Generalversammlung einluden, hatte auch mit einer Veränderung zu tun. Bereits an der ordentlichen GV im Frühling wurde darüber informiert, dass das Land, das direkt an den «Bären» grenzt, zum Verkauf stehe.

«Eine Gelegenheit, die man nutzen sollte», wurde damals mehrfach auch von Versammlungsteilnehmern betont. Das bewog den Vorstand dazu, zum Kauf von weiteren Anteilscheinen sowie zum Spenden aufzurufen.

Einem Ruf, dem einige Genossenschafter gefolgt sind. «Wir haben rund 31 000 Franken zugesagt bekommen», so ein erfreuter Präsident Wernli. Mit gleicher Freude konnte er zudem bekannt geben, dass eine private Person den Gesamtkaufbetrag von 106 700 Franken für fünf Jahre zinslos zur Verfügung stellt.

Das nicht bebaute Grundstück weist eine Fläche von 485 Quadratmetern aus. Der Quadratmeterpreis beträgt 220 Franken. Eine Versammlungsteilnehmerin wollte wissen, ob dieser Preis nicht gedrückt werden könne – «schliesslich liegt die Parzelle nicht am See und den Blick auf den Laubberg gibt sie auch nicht frei». «Wir haben das Land von einem Fachmann schätzen lassen. Er erachtete den Preis als realistisch», so Wernli.

Wenn doch 31 000 Franken bereits vorhanden seien, könnte dieses Geld doch von der Gesamtsumme abgezogen werden, so ein Genossenschafter, der extra für den Landkauf einen neuen Anteilschein gezeichnet hatte.

Die mit dem Kauf erforderliche Administration werde ebenfalls noch einiges kosten, erklärte Werner Wernli. Mit grosser Mehrheit wurde nach kurzer Diskussion dem Landkauf zugestimmt. Erst in einem zweiten Schritt werde man sich mit der Nutzung der Parzelle beschäftigten, erklärte der Präsident.

Weniger erfreulich als der Landkauf war die Ankündigung, dass an der GV im Frühling 2016 drei von fünf Vorstandsmitglieder zurücktreten werden. Es sind dies Karin Kenel aus Wil und Monika Waldburger aus Hottwil.

«Und auch ich habe mich entschlossen, aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr weiterzumachen», so der in Remigen wohnhafte Präsident Werner Wernli. «Ich bin guten Mutes, dass sich von den 250 Genossenschafterinnen und Genossenschaftern Personen finden lassen, die sich zur Verfügung stellen.»