Ein wolkenloser Himmel und Temperaturen von bis zu 30 Grad Celsius lösten am Wochenende den ersten Run auf die Fricktaler Badis aus. So herrschte denn auch am Montagmorgen Ebbe in den Tiefkühltruhen von Alf Hesse, Leiter des Badi-Kiosks. «Die Gäste haben rund 150 Kilogramm Pommes frites und 1000 Glacen gegessen», sagt er.

Während sich am Samstag in Möhliner Freibad 700 Gäste im kühlen Nass vergnügten, waren es am Tag darauf 1500 Gäste. «Die Faustformel sagt, dass am Sonntag rund doppelt so viele Gäste wie am Tag zuvor kommen, wenn das Wetter gleichbleibend schön ist», so Schwimmbad-Leiter Patrick Peter. Dies, weil am Samstag einige ihre Einkäufe oder ihren Garten machten.

Dies bestätigt Remo Wieser, stellvertretender Betriebsleiter des Freizeitzentrums Vitamare. 700 Gäste am Samstag und doppelt so viele am Sonntag liessen in der Fricker Badi die Kasse klingeln. «Während wir am Samstag anteilsmässig mehr Jugendliche in der Badi hatten, waren es am Sonntag mehr Familien», sagt Wieser.

Viel Zeit habe das Personal dafür aufbringen müssen, die jugendlichen Gäste an die Badi-Regeln zu erinnern, wie etwa nicht vom Beckenrand in den Strudel zu springen oder mit Bällen nur im dafür vorgesehen Bereich zu spielen. «Klar, viele Jugendliche waren ein wenig aufgedreht, als sie am Wochenende zum ersten Mal in dieser Saison in das Freibad gehen konnten», so Wieser.

Im Freibad in Laufenburg wurde am Sonntag – 384 Badegäste kamen an diesem Tag – eine zweite Aufsichtsperson hinzugezogen. «Es ist wichtig, dass wir den Sprungturm im Auge behalten, damit dort kein Unsinn gemacht wird», sagt Badmeister Andry Ehrhart. Auch hat er am Sonntag den einen oder anderen Besucher darauf hinweisen müssen, sich abzuduschen, damit dieser nicht mit der Sonnencreme am Körper ins Becken steigt.

Steigender Aufwand vertretbar

Die meisten Badegäste am Wochenende im Fricktal verzeichnete mit 850 am Samstag und 1700 am Sonntag das Kuba-Strandbad in Rheinfelden. «Es ist schön, dass es nun richtig losgegangen ist», sagt Betriebsleiter Willy Vogt. In Anbetracht des ersten Besucherstroms sei der damit einhergehende Aufwand, etwa das Nachfüllen des WC-Papiers oder das Einsammeln von Müll auf dem Gelände, eine Randnotiz.

Wie jedes Jahr, wenn der erste Run einsetzt, konnte Peter auch am Wochenende die Beobachtung machen, dass einige Badegäste von ihrem Teint her einem Krebs glichen. «Wir haben die Gäste mit geröteter Haut darauf hingewiesen, in den Schatten zu gehen, sich einzucremen oder ein T-Shirt anzuziehen», sagt Patrick Peter. Ähnliches berichtet Wieser. «Gerade, wenn ein leichter Wind geht, unterschätzen die Badegäste die Sonne leicht», sagt er.

Bereits ab Donnerstag sagen die Wetterprognosen einen Temperatur-Sturz auf unter 20 Grad Celsius voraus. «Mit Hinblick auf das verlängerte Pfingstwochenende ist das schade», sagt Wieser. Doch die Freibad-Saison ginge ja noch bis in den September.