Rheinfelden

Feuerwehr als Stromlieferant: Die Solaranlage kann gebaut werden

Die Stadt Rheinfelden stellt das Dach des Feuerwehrmagazins für die Solaranlage zur Verfügung. ZVG

Die Stadt Rheinfelden stellt das Dach des Feuerwehrmagazins für die Solaranlage zur Verfügung. ZVG

Die Finanzierung für die Solarpanels auf dem Dach des Feuerwehrmagazins steht. 40 Haushalte können bald durch die Anlage mit Solarstrom versorgt werden.

Das im Frühjahr 2018 gestartete Gemeinschaftsprojekt «Rheinfelden Solar» der Stadt Rheinfelden und der AEW Energie AG feiert einen ersten Erfolg: Dank dem Engagement der Bevölkerung in und um Rheinfelden wurde die Finanzierungsgrenze von 75 Prozent bereits Mitte September erreicht. Dies schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung.

Doch der Start sei zunächst verhalten gelaufen. So liessen sich nur wenige überzeugen, sich an der Solaranlage zu beteiligen. «Öffentliche Infoveranstaltungen der Stadt Rheinfelden haben jedoch viel Transparenz und Goodwill geschaffen und so konnten mittlerweile viele Interessierte für das Projekt gewonnen werden», schreibt die AEW.

Damit könne nun die erste Solarstrom-Anlage auf dem Dach des Feuerwehrmagazins gebaut werden. Es handelt sich dabei um eine stattliche Anlage mit einer Leistung von 179 Kilowatt in der Spitze. Damit können rund 40 Haushalte mit Solarstrom versorgt werden. Die Inbetriebnahme ist auf Ende Jahr geplant, so die AEW.

560 Franken pro Modul

Wer sich für Strom aus erneuerbaren Energiequellen einsetzen möchte, selbst aber keine Solaranlage bauen kann, kann sich bei Rheinfelden Solar mit 560 Franken pro Modul beteiligen und einen Beitrag zur Stromproduktion aus erneuerbaren Energien leisten. Im Schnitt haben die Käufer fünf bis sechs Module erworben. Wer ein Modul kauft, hat für die kommenden 20 Jahre eine Gutschrift von 240 Kilowattstunden auf sicher, heisst es in der Mitteilung.

Ob man finanziell profitiere, hinge auch davon ab, wie sich der Strompreis entwickelt. In der Fachwelt gehe man eher davon aus, dass der Strompreis in den kommenden Jahren steige.

Interessierte können sich nach wie vor Bezugsrechte für Solarstrom sichern. Sollten 100 Prozent der Finanzierung für die erste Anlage erreicht sein, wird eine Warteliste für den Bau weiterer Anlagen geführt, so die AEW.

In der Altstadt nicht erlaubt

Entstanden sei das Projekt nicht zuletzt, weil in der Rheinfelder Altstadt SolarPanels nicht erlaubt sind und man auch Einwohnern den Bezug von Solarstrom ermöglichen wollte, die privat keine Anlage installieren können. «Die Stadt Rheinfelden und die AEW freuen sich, mit dem innovativen Projekt Interessierten die Möglichkeit zu bieten, die Energiezukunft aktiv mitzugestalten», heisst es in einer Mitteilung. Für René Wüst, Projektleiter Neue Energien bei der AEW, ist klar: «Das spannende Projekt lässt sich problemlos auch in anderen Gemeinden umsetzen.» (az)

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