Möhlin
Fricktaler Verein unterstützt Waisen- und behinderte Kinder in der ganzen Welt

Der Verein Weltgruppe Möhlin hat rund 60 Mitglieder und eine erfreuliche Zahl von Gönnern. Die Unterstützung von neun Projekten ist für ein weiteres Jahr gesichert.

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Louis bekommt eine eigene Matratze.zvg

Louis bekommt eine eigene Matratze.zvg

Präsident Stefan Schwarz konnte viele interessierte Mitglieder an der Generalversammlung begrüssen. Ebenso erfreulich ist der Rechnungsabschluss 2012 mit einer Vermögenszunahme von rund 5000 Franken. Dank der Mitgliederbeiträge und der Spenden vom vergangenen Jahr konnten die Teilnehmer für 2013 die weitere Unterstützung von neun Projekten mit dem Gesamtbetrag von 32'000 Franken beschliessen.

Weltweit tätig

Mit dieser Hilfe werden behinderte Kinder im Tschad gefördert, Waisenkinder in Kenia betreut und in Ecuador, Madagaskar und der Ukraine wird Kindern aus mittellosen Familien der Schulbesuch und eine berufliche Ausbildung ermöglicht. In Peru ist es ein Mittagstisch, in Lesotho das Seboche-Spital, welche Hilfe erhalten, und ebenso der Verein der Somalier «Daryeel Nordwestschweiz» für die Unterstützung der medizinischen Versorgung in der Region Mogadischu.

Doch auch in Möhlin ist der Verein tätig. Der unentgeltliche Deutschunterricht an zwei Wochentagen – und damit auch die Gelegenheit, Sorgen zu besprechen – wird von den Asylsuchenden rege genutzt und sehr geschätzt. Einen Rekordumsatz von 7270 Franken hat das «Fairmobil» erzielt, welches jeden Donnerstag über Mittag (ausser in den Schulferien) im Pfarreizentrum Schallen fair gehandelte Produkte anbietet.

Ein Schlafplatz für Louis

Nach den Geschäften der Generalversammlung zeigte Karl Eiermann wunderschöne und interessante Bilder aus Ecuador. Er besuchte in den letzten Jahren mit seiner Familie das Schulprojekt. Dabei werden jeweils die Probleme und Bedürfnisse der Patenkinder mit der lokalen Koordinatorin besprochen.

Ein Beispiel: Die Hütte eines alleinerziehenden Vaters mit vier Kindern ist so klein, dass für die Matratze des Jüngsten kein Platz vorhanden ist. Dabei besucht der Jüngste, Louis, auch bereits die Schule. Die Hütte kann aber nicht vergrössert werden, weil das Grundstück ringsum anderen gehört. So musste die Frage erörtert werden, ob eine andere Hütte oder ein Haus gekauft werden soll, um es der Familie zur Verfügung zu stellen. (az)