Eiken

Fünf Einwendungen von rund 200 Personen: Gemeinderat lehnt Antennen-Gesuch ab

Salt will auf dem Dach der Landi Frila eine sechs Meter hohe Antenne errichten.

Salt will auf dem Dach der Landi Frila eine sechs Meter hohe Antenne errichten.

In Eiken wird es vorerst keine sechs Meter hohe Antenne auf dem Dach der Landi geben. Der Gemeinderat hat das entsprechende Baugesuch von Salt jüngst abgelehnt. Gegen das Gesuch gingen bei der Bauverwaltung fünf Einwendungen ein.

Das Smartphone hat die Anforderungen für den Empfang von Daten grundlegend verändert. Während für Anrufe eine weiter entfernte Antenne ausreichend ist, verlangt die Zunahme des Datenkonsums via Mobilfunk nach ortsnahen Sendeanlagen. So hat der Mobilfunkanbieter Salt im Fricktal in den letzten drei Jahren Gesuche für Antennen in Sulz, Schupfart, Zeiningen, Gipf-Oberfrick, Mettauertal und zuletzt Eiken eingereicht.

Insgesamt gingen gegen das Antennen-Baugesuch gemäss Chantal Tallichet von der Bauverwaltung Eiken fünf Einwendungen ein. «Eine dieser fünf Einwendungen wurde von fast 200 Personen unterzeichnet», so Tallichet.

Konkret brachten die Einsprachen fünf Argumente gegen den Bau der Antenne vor. Erstens würde die Mobilfunkanlage das Ortsbild beeinträchtigen und zweitens diese zu einer Erhöhung der Lärm- und Strahlenimmissionen führen. Drittens gab es Bedenken hinsichtlich einer Zunahme des Risikos von Langzeitschäden. Viertens wurde die Nähe zu öffentlichen Anlagen bemängelt. Fünftens wird eine Wertminderung der umliegenden Wohnimmobilien angeführt.

Entscheidend für die Ablehnung des Gesuchs war insbesondere die zentrale Lage der geplanten Antenne innerhalb eines dicht bebauten Gebietes sowie die Nähe zur Schule, wie Gemeindeammann Stefan Grunder auf Anfrage sagt.

Zu einem Kompromiss mit Salt wird es nicht kommen, so Grunder. «Es wurden bereits alle alternativen Standorte evaluiert. Das Einverständnis des Grundeigentümers vorausgesetzt, käme aus Sicht der Bauherrschaft nur der technisch sinnvolle Standort auf dem Dach der Landi infrage.»

Komplett abgeschrieben ist die Antenne auf dem Dach der Landi nach dem abgewiesenen Baugesuch aber nicht. Salt hat einerseits die Möglichkeit, beim Kanton Beschwerde gegen den Entscheid der Gemeinde einzureichen. Andererseits kann der Mobilfunkanbieter einfach ein neues Gesuch stellen. «Die Unterlagen bezüglich der Ablehnung liegen uns noch nicht vor. Sobald wir diese erhalten, werden wir über mögliche Schritte entscheiden», sagt Salt-Sprecherin Viola Lebel.

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Autor

Dennis Kalt

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