Sie haben sich gut auf das Meisterschaftsspiel vorbereitet, hart trainiert und stehen nun mit langen Gesichtern am Rand des Spielfeldes: Regenschauer machen den Akteuren des Rollhockeyclubs Gipf-Oberfrick einen dicken Strich durch die Rechnung, denn der Platz ist bei Nässe sehr rutschig und daher unbespielbar. Schade – wieder kein Match!

Eine Situation, wie sie in den vergangenen Jahren vom einzigen Fricktaler Rollhockeyclub des öftern angetroffen wurde. Deshalb sagten sich die Verantwortlichen des Vereins, der 2013 sein 30-jähriges Bestehen feiern konnte und in dessen Reihen 50 Spieler in verschiedenen Teams am Meisterschaftsbetrieb teilnehmen, so in der Nationalliga B, bei den Junioren und den Senioren: Schluss mit den Ausfällen, jetzt muss ein Dach her!

Gipf-Oberfrick: Die Rollhockey-Spieler gehen jetzt auch bei schlechtem Wetter auf Torjagd

Gipf-Oberfrick: Die Rollhockey-Spieler gehen jetzt auch bei schlechtem Wetter auf Torjagd.

Die Rollhockeyaner haben den Gemeinderat schon vor einiger Zeit ersucht, eine Überdachung des seit rund acht Jahren bei der Schulanlage bestehenden Hartplatzes zu überprüfen. Die Gipf-Oberfricker Behörde stellte fest, dass eine Überdachung des Spielfeldes notwendig ist, damit der Rollhockeyclub langfristig über gute Trainings- und Spielmöglichkeiten verfügt.

Keine Luxuslösung

Da jedoch ein mit Spezialbelag versehenes Rollhockeyfeld nur beschränkt für andere Zwecke genutzt werden kann, waren einer Kostenbeteiligung durch die Gemeinde Grenzen gesetzt. Der Gemeinderat zeigte sich von ersten Billiglösungen mit einer einfachen Zeltvariante nicht begeistert. Denn die ganze Schulanlage in Gipf-Oberfrick verfügt über ein architektonisches Niveau, dem sich neue Bauten anzugleichen haben.

Auf der anderen Seite kam eine Luxuslösung aus Kostengründen nicht infrage. Das heisst: Es wurde auf eine geschlossene Halle verzichtet. Die Gemeindeversammlung stimmte am 22. November 2013 einem Beitrag von 200 000 Franken für die Überdachung des Rollhockeyfeldes zu. Daraufhin beauftragte der Gemeinderat den Verein als Bauherrschaft, ein Projekt auszuarbeiten und das Baugesuch einzureichen.

Die nun verwirklichte Variante besteht aus einer seitlich offenen Überdachung des gesamten Rollhockeyfeldes. Der Platz ist genügend weitflächig überdeckt, dass bei normalem Regenwetter gespielt werden kann, was Mitte Oktober, exakt beim ersten Spiel unter dem neuen Dach, der Fall war. Eine Stahl-Holz-Konstruktion dient als stützendes und tragendes Element. Das Dach besteht aus einer tragfähigen Textil-Membrane. Die Bauweise ist einfach und trotzdem stabil.

Die Überdachung des Rollhockeyfeldes kam auf 410 000 Franken zu stehen. 200 000 Franken kamen von der Gemeinde, 152 000 Franken vom Swisslos-Sportfonds und 58 000 Franken vom Rollhockeyclub.

Dach im Eigentum der Gemeinde

Zwischen dem Verein und der Gemeinde besteht ein Vertrag, worin unter anderem der Unterhalt des Dachs sowie die Nutzung des Platzes geregelt sind. Das Dach ist Eigentum der Gemeinde, die für den Unterhalt zuständig ist. Für die Benützung des Platzes hat der Rollhockeyclub Vorrang. Mit dem gedeckten Platz wurde die Infrastruktur zweifellos aufgewertet und dadurch steigt zweifellos die Attraktivität des Rollhockeysports im Dorf.