Die Innerortssanierung der Kantonsstrasse in Laufenburg und die damit verbundenen Staus bereiten dem Gewerbe grosse Umsatzeinbussen. Am Dienstag trafen sich deshalb die Gewerbetreibenden im Beisein von Stadtrat Christian Rüede zu einem Austausch. «Dabei zeigte sich, dass alle stark betroffen sind, egal ob Post, Bank, Gewerbe oder Detailhandel», sagt Roman Maier, Geschäftsführer der Bäckerei Maier und Initiator des Treffens. «Hochgerechnet auf die Bauzeit ergeben sich Ertragseinbussen in Millionenhöhe», so Maier. Dies bringe Arbeitsplätze in Gefahr.

Weiter verschärft wird die Situation nun dadurch, dass man beim Kanton mittlerweile damit rechnet, dass die Lichtsignalanlage bis im Februar 2021 benötigt wird, wie Projektleiter Daniel Mathys auf Anfrage sagt. Beim Baustart im Januar war man noch von einer Bauzeit bis Oktober 2020 ausgegangen. Als Gründe nennt Mathys umfangreichere Werkleitungsarbeiten und fehlende Fundationsschichten bei den Trottoirs.

Die Gewerbetreibenden haben nun konkrete Forderungen an den Stadtrat und den Kanton gerichtet, wie Maier sagt. «Die Bauzeit muss verkürzt werden.» So fordern die Gewerbler etwa, dass mit mehreren Teams gleichzeitig gebaut wird oder dass auf der Baustelle im Zweischichtbetrieb gearbeitet wird. Zudem sollen Besucher auf der Burgmatt während der Bauzeit länger gratis parkieren können.

«Wir werden nun mit diesen Forderungen auf den Kanton zugehen», sagt Stadtrat Christian Rüede. «Wir wissen nun aus erster Hand, wie stark das Gewerbe durchs Band unter der Baustelle leidet.» Daniel Mathys stellte bereits in Aussicht, dass man die Forderungen mit den Bauunternehmungen prüfen werde. Neben den Forderungen an Kanton und Stadt prüfen die Gewerbetreibenden auch Ideen für gemeinsame Marketingaktivitäten. Diese sollen an einer nächsten Sitzung diskutiert werden.