Hochrhein
Gitarrenfestival «Akkorde»: Sechs Saiten erklingen an sechs Orten

Das Gitarrenfestival «Akkorde» geht in seine 14. Auflage. Vom 21. September bis 30. Oktober werden wieder verschiedenste Saiten der Gitarrenmusik angeschlagen: von Klassik über Rock, Funk und Pop bis Folk und Weltmusik.

Roswitha Frey
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Harald Stampa, «Vater» des Gitarren-Festivals Akkorde.

Harald Stampa, «Vater» des Gitarren-Festivals Akkorde.

Roswitha Frey

«Akkorde» ist kein Festival wie viele andere. Vor 13 Jahren entstand es aus den Gitarrentagen Rheinfelden und Müllheim, Gitarrenkonzerten in Bad Säckingen sowie Harald Stampas Gitarrenworkshop. Sukzessiv hat es sich am Hochrhein weiter verbreitet.

Laufenburg, Wehr und das schweizerische Rheinfelden kamen dazu, damit wuchs es sich zur grenzüberschreitenden Reihe aus. Zuletzt klinkte sich 2009 Waldshut-Tiengen ein. Sechs Veranstalter bringen jeweils ein, zwei oder maximal drei Konzerte ein, die zu einem gemeinsamen Festival stimmig zusammengefügt werden. Wobei die Rollen klar verteilt sind.

Pippo Pollina tritt auf

Wehr deckt die Sparte klassische Gitarre ab. Zum Auftakt am 21. September gastiert in der Wehrer Stadthalle das Münchner Gitarrentrio, das als «Ensemble der Extraklasse» gerühmt wird und durch differenzierte Spieltechnik und Klangfarbenspektrum überzeugt.

Das badische Rheinfelden bietet die grösste Gitarrenbesetzung auf: Am 2. Oktober ist im Jugendhaussaal das Gitarrensextett «Guitarra a Seis» zu hören, in dem Harald Stampa, einer der «Väter» von Akkorde, mitspielt. Aufgeführt wird auch das speziell für das Sextett geschriebene «Swinging Sextett» des jungen Komponisten Tobias Krebs - ganz aktuelle Gitarrenliteratur in ziemlich einmaliger Besetzung.

Nach badisch Rheinfelden kommt auch der zugkräftige Star dieser Akkorde-Auflage: Der sizilianische Liedermacher Pippo Pollina, der in der Schweiz lebt, bestreitet mit seinem Palermo Acoustic Quartett am 30. Oktober im Bürgersaal das Finale.

Im Schlössle Laufenburg ist am 3. Oktober das Duo Orfeo zu Gast. Christian Wernicke und Christian Kütemeier, beide sind ausgewiesene Gitarrenvirtuosen, spielen schon einige Jahre zusammen. Ihre musikalischen Streifzüge führen nicht nur in die Klassik, sondern auch zu Piazzolla und Chick Corea. Bad Säckingen vertritt innerhalb der «Akkorde» den Bereich Weltmusik. «Foaie Verde» bringt am 16. Oktober Musik der Sinti und Roma in den Kursaal.

Waldshut-Tiengen wartet mit dem Duo Tom Götze (Kontrabass) und Stephan Bormann (Gitarre) auf (4. Oktober) sowie mit Manfred Junker & Dani Solimine, die Swing, Bossa und Jazzstandards aus dem Great American Songbook spielen (22. Oktober). Da dürfen Gitarrenfans aufhorchen, wenn Solimine auf seiner siebensaitigen Gitarre loslegt.

Rock und Pop in Rheinfelden

Auf die Rock/Pop-Schiene spezialisiert hat sich das schweizerische Rheinfelden. Hier rocken am 23. Oktober die Kummerbuben, die mit Rock- und Punk-Versionen von Schweizer Volksliedern die Szene aufmischen und inzwischen vorwiegend eigene Lieder spielen.

Für energetischen, wilden funkigen Sound sorgt als Support die junge Band «Rude Tins». Im Studiokino Rheinfelden läuft zudem am 16. Oktober ein melancholischer irischer Musikfilm, in dem es um einen Gitarristen und Strassenmusiker geht, der einer Pianistin begegnet.

Die Urwurzel des Festivals bildet nach wie vor der von Harald Stampa organisierte Gitarrenworkshop, dieses Mal vom 2. bis 5. Oktober in Schloss Beuggen.

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