Gansingen

Hilfe aus Dorf: Carmen Pfrunders Damhirsche erhalten Unterstand

Sie freuen sich über den gelungenen Arbeitseinsatz: Marcel John vom Lyons Club Fricktal (von links), Hofbesitzerin Carmen Pfrunder, Franziska Bircher und Roger Erdin vom Rotary Club Laufenburg-Fricktal.

Sie freuen sich über den gelungenen Arbeitseinsatz: Marcel John vom Lyons Club Fricktal (von links), Hofbesitzerin Carmen Pfrunder, Franziska Bircher und Roger Erdin vom Rotary Club Laufenburg-Fricktal.

Die Damhirsche der Wildfarm erhielten dank der über dreissig Mitglieder von zwei Serviceclubs einen Unterstand. Innerhalb von zwei Samstagen haben sie tatkräftig mitgeholfen und so die Baustelle zu keiner mehr gemacht.

Emsiges Treiben herrschte am Samstag hoch oben am Abhang des Laubbergs. Unterhalb des Rindelhofs, wo Carmen Pfrunder ihre Wildfarm betreibt, war ein Unterstand für die Damhirsche im Entstehen begriffen.

Der Rotary Club Laufenburg-Fricktal und der Lions Club Fricktal hatten gerufen – und über dreissig Mitglieder stellten sich an zwei Samstagen zur Verfügung, um tatkräftig am Bau des Unterstandes mitzuhelfen.

Vor zwei Wochen hatte man mit den Tiefbauarbeiten begonnen und den Boden verlegt. 25 Tonnen Steine mussten da eingebracht werden. «Da hat wohl am Abend dem Einen oder Anderen der Rücken schon etwas geschmerzt», meint Marcel John, Präsident vom Lions Club, schmunzelnd.

Er sei beeindruckt gewesen, wie die Leute während des ganzen Tages durchhielten. Dieses gemeinsame Projekt der beiden Service-Clubs führe auch zu einem besseren Zusammenhang der beiden Organisationen, meinte John weiter. Beide Clubs unterstützen das Projekt nebst den Arbeitseinsätzen auch je mit einem namhaften finanziellen Beitrag.

Unterstützung aus dem Dorf

Der Gansinger Rotarier Roger Erdin, auf dessen Initiative der Grosseinsatz zurückgeht, erzählt, dass man vor zwei Wochen derart viele Leute hatte, dass man nebst den Bauarbeiten der Bäuerin auch beim Auflesen von Äpfeln behilflich gewesen sei.

Nebst den rund dreissig Klubmitgliedern waren am Samstag auch drei Zimmerleute und ein Maurer aus dem Dorf anwesend, um den zumeist doch aus handwerklichen Laien bestehenden Freiwilligentrupp fachlich zu unterstützen. Erdin betont denn auch, dass dieses Projekt ohne die tatkräftige und breite Unterstützung aus dem Dorf unmöglich hätte realisiert werden können.

Auch die Bauleitung liegt mit Beat Erdin in den Händen eines Freiwilligen aus Gansingen. Erdin zeigte sich sichtlich erfreut über das emsige Tun und meinte: «Hier geht es zu wie in einem Bienenhaus!».

Zuversichtlich zeigte er sich auch betreffend Baufortschritt: «Bis am Abend sind die Gerüste entfernt und der Bau ist soweit fertig, dass in den nächsten Tagen lediglich noch die Tore angebracht werden müssen.»

Das Jahresmotto heisse «Natur pur!», erzählt Franziska Bircher, Vorsitzende der Rotarier. «Dieser Einsatz, der bei uns sofort auf Anklang stiess, passt deshalb bestens zu unserem Motto», führte sie weiter aus.

Solche Arbeitstage seien wichtig für den Zusammenhalt im Club, dies gebe den benötigten Kitt, meinte die Rotarierin. Glücklich zeigte sich Hofbesitzerin Carmen Pfrunder: «Ohne Einsatz der beiden Clubs hätte ich den Bau, der noch von meinem letztes Jahr verstorbenen Mann geplant worden war, niemals realisieren können.» Den Unterstand benötigt sie für eine tiergerechte Haltung der Damhirsche.

Meistgesehen

Artboard 1