Bobfahren

Hoch hinaus und rasant hinunter — Der Startschuss für die Rennsaison fällt

Drei Fricktaler stehen in diesem Winter im Kader von Swiss Sliding.

Die Fricktaler Bobfahrer und Freestyle-Skifahrer freuen sich auf den baldigen Saisonstart im Eiskanal und im Schnee. Hinter ihnen liegen bereits mehrere Monate harte Vorbereitung.

Bei den einen kann es nicht schnell genug bergab gehen. Drei Fricktaler Bobfahrer stehen in diesem Winter im Kader des Schweizer Bob-, Skeleton- und Rodelverbands Swiss Sliding. Sandro Michel aus Gipf-Oberfrick sowie die Brüder Marco und Roger Leimgruber aus Herznach sind allesamt als Anschieber in ihren jeweiligen Teams dabei. Am Donnerstagabend fand in der Innerschweiz der sogenannte «Kick-off-Event» des Verbandes statt. Die Fahrer präsentierten sich dabei den Sponsoren – eine Art Startschuss für die bald beginnende Rennsaison.

Schon Mitte Oktober treten die Schweizer Bobteams im deutschen Königssee zu den ersten Wettläufen an. Es handelt sich dabei um sogenannte Sichtungs- und Selektionsrennen. «Es geht darum, sich als Team zu präsentieren», erklärt Marco Leimgruber. Unter anderem aufgrund der Leistungen in Königssee entscheidet der Verband, welche Teams zu Beginn der Rennsaison im Europa- und welche im Weltcup antreten dürfen.

Vorerst sicher im Weltcup dabei ist das Team von Sandro Michel: Sein Team mit Pilot Michael Vogt war die positive Überraschung des vergangenen Winters. Das Team fuhr etwa an der Weltmeisterschaft im kanadischen Whistler auf den fünften Platz. «Wir möchten uns jetzt aber nicht zu viel Druck machen.

Ziel in dieser Saison ist es, uns regelmässig unter den besten zehn Teams zu platzieren», sagt Michel. Marco und Roger Leimgruber hingegen starten mit ihren Mannschaften wohl zunächst im Europacup und haben das Ziel, sich im Verlauf der Saison mit guten Leistungen für Einsätze im Weltcup zu empfehlen.

Hinter den drei Fricktaler Bobfahrern liegen bereits mehrere Monate harte Vorbereitung. «Der Sommer ist entscheidend dafür, wie es im Winter läuft», sagt Roger Leimgruber. Kraft, Athletik und Antrittsgeschwindigkeit stehen dabei im Fokus. Dazu kommen die Trainings auf der Anschiebebahn. «Dort geht es darum, den Ablauf beim Start einzuüben», sagt Marco Leimgruber. Denn: «Das sieht einfacher aus, als es ist.» Die Athleten blicken zuversichtlich auf die Saison – und freuen sich nach den unzähligen Trainings, endlich wieder einen Eiskanal herunterbrettern zu dürfen.

Sommertraining auf einer Schanze am Rhein

Den anderen kann es kaum hoch genug hinaus gehen. Das aktuelle Kader des Freestyle Teams Fricktal steht noch nicht ganz fest. In den letzten Jahren waren jeweils zwischen 10 und 15 Athleten aktiv im Schneetraining. Zu ihrem Repertoire gehören spektakuläre Sprünge, Saltos und Drehungen genauso wie Tricks auf sogenannten Rails, eine Art Geländer. Selbstverständlich alles auf Ski.

Einige Athleten des Freestyle Teams Fricktal starten bereits kommende Woche in die Saison. «In den Herbstferien gehen einige der Athleten nach Zermatt ins Schneetraining auf den Gletscher», sagt Valentin Müller, Medienverantwortlicher beim Team. Bereits im Sommer waren einige dort und haben eine Woche lang trainiert. Daneben wurde auf dem Trampolin geübt – und auf der Schanze am Rhein, wo die Freestyler samt Ski in den Fluss springen.

«Viele von uns beschäftigen sich im Sommer auch mit Klippenspringen», sagt Müller. Dieses Jahr ein besonderes Highlight war eine Trampolinshow am «Züri-Fäscht». Dort sprangen die Athleten während insgesamt 14 Shows von einem Trampolin auf einem sechs Meter hohen Gerüst spektakulär in den Zürichsee. Der offizielle Wintersaisonstart ist in der Regel dann zwischen November und Dezember. Als Saisonhighlights stehen Wettkämpfe wie das «Swiss Freeski Open» in Grindelwald auf dem Programm. Des Weiteren seien für die Athleten auch die Trainingslager an Weihnachten, in den Sportferien und an Ostern Highlights – auch wenn sie gerade bei Letzteren ihre Tricks meist im Sulzschnee zeigen müssen.

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