Rheinfelden

Im Schlaraffenland fühlen sich alle wohl

Am Jugendfest-Umzug und Spielnachmittag haben Gross und Klein viel Spass.

Das «Schlaraffenland» – bisher wusste keiner, wo dieses wundervolle Land eigentlich liegt. «Keiner weiss es – ausser ihr lieben Kinder, denn für den heutigen Samstag haben wir das komplette Schlaraffenland ganz einfach nach Rheinfelden geholt», so die Präsidentin der Jugendfestkommission Susanna Schlittler in ihrer Eröffnungsansprache. «Das diesjährige Motto ‹Schlaraffenland› wurde in Einbezug der Meinung aller Schulen und Lehrern erarbeitet. Alle wurden angefragt, Ideen wurden gesammelt und in der Jugendfestkommission, in der die Mitglieder aus allen Stufen vertreten sind, wurde in einem demokratischen Prozess letztlich das Motto festgelegt», so Schlittler.

Die hochsommerlichen Temperaturen legten am Samstag eine Pause ein. Der stark bewölkte Himmel, zeitweise fielen sogar ein paar Regentropfen, sowie Temperaturen um die 16 Grad konnte die Stimmung der Besucher nicht trüben. Pünktlich um 11 Uhr startete der grosse Festumzug der Kindergärtler und Primarschüler im Rahmen des Jugendfestes Rheinfelden. Die farbenprächtigen und liebevoll gestalteten Kostüme waren ein wahrer Augenschmaus. Frei nach dem Titel des bekannten Kinderlieds «Summ, Summ, Summ» brummten und summten die kleinen Majas und Willis des Kindergarten Flosslände als «zuckersüsse Honigbienen» durch die Altstadt. «Pachamama» war das Thema des Kindergartens Hard 8a. «Mama Pacha», wie sie auch genannt wird, wird von vielen indigenen Völkern in den Anden als die «Mutter der Welt und des Kosmos» verehrt, die alles Leben schenkt und nährt. Mit ihren peruanischen Ponchos und ihrem selbst gebastelten Halsketten und Lamas erreichten die Kinder zwar nicht die Inkastadt Machu Picchu, pilgerten jedoch bis zum Hauptwachplatz. Als Piraten zogen die Schüler der 1. und 2. Klassen des Schulkreises Robersten stilecht mit Augenklappe, Stirnband und Totenkopf T-Shirts durch die Stadt.

Ohne Helfer nicht machbar

An den zahlreichen Spielständen konnten die Kinder und Jugendlichen am Nachmittag ihre Geschicklichkeit zeigen. Die genaue Zahl der ehrenamtlichen Helfer ist nicht bekannt. «Das wäre schön, sie genau zu wissen. Jedenfalls sind es unglaublich viele. Ohne all diese Helfer und Unterstützer könnten wir ein solches Fest gar nicht organisieren. Denken wir nur alleine schon an den Festwirtschaftsbetreiber, den FC Rheinfelden, und die vielen Menschen in roten T-Shirts die am Samstag auf dem Platz unterwegs waren», so Schlittler. Der Kiwanis-Club Rheinfelden bescherte den Besuchern einen besonderen Höhenflug. Mit dem «Sky- bike» über den Dächern von Rheinfelden. Gesichert mit einem Klettergurt und einer Portion Mut, trampelten und traten sich die Schwindelfreien mit einem Velo senkrecht nach oben.

Der Jugendfestkommission hatte ein Budget von rund 50 000 Franken. «Dieses wurde grosszügigerweise von der Stadt zur Verfügung gestellt. Dazu kam der hochgeschätzte Jugendfestbatzen von der Ortsbürgergemeinde. Jedes Kind bekommt 10 Franken zur freien Verfügung am Fest», so Schlittler. Nach mehr als 14 Stunden Präsenz vor Ort ist sie zwar etwas müde und erschöpft, aber von der Einsatzbereitschaft der Helfer sichtlich begeistert. «Sehr, sehr zufrieden und beeindruckt von all der Kreativität und Bereitschaft im Einsatz für unser Jugendfest.»

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