Rheinfelden

Immer mehr Schlaganfall-Behandlungen und weniger bei Schädel-Hirn-Trauma

Chefarzt und Medizinischer Direktor Thierry Ettlin (links) und Administrativer Direktor Matthias Mühlheim freuen sich über 2012.

Chefarzt und Medizinischer Direktor Thierry Ettlin (links) und Administrativer Direktor Matthias Mühlheim freuen sich über 2012.

Das medizinische Leistungsangebot in der Reha Rheinfelden bleibt auch 2012 konstant auf sehr hohem Niveau. Mit der Geschäftsentwicklung 2012 sind die Verantwortlichen der Klinik vollauf zufrieden: Mehr Patienten und damit mehr Pflegetage.

Weil mehr medizinische, pflegerische und therapeutische Leistungen erbracht werden konnten, wirkte sich dies zwangläufig auf das Finanzergebnis aus. Dies bestätigt der Administrative Direktor Matthias Mühlheim.

Gemeinsam mit Thierry Ettlin, Chefarzt und Medizinischer Direktor, erläuterte er gestern Mittag zentrale Daten des Geschäftsjahrs 2012.

Stattlicher Überschuss

Die Erfolgsrechnung weist ein Volumen von 50,7 Millionen Franken aus, das Betriebsergebnis liegt bei erfreulichen 1,4 Millionen. Mit 860 353 Franken ist der Zinsaufwand etwas höher als budgetiert. «Entscheidend zum positiven Geschäftsergebnis hat die Zunahme der Pflegetage beigetragen», resümiert Mühlheim. Demnach sind sie um 4 Prozent auf 59 986 angestiegen. Knapp 2000 Patientinnen und Patienten wurden stationär behandelt, in der Ambulanz waren es rund 4500.

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer hat sich von 29 auf 31 Tage erhöht. Ein Plus war in beiden Fachbereichen zu verzeichnen: In der Neurologischen Rehabilitation betrug die Aufenthaltsdauer 2012 im Durchschnitt 39 Tage und in der Muskuloskelettalen Rehabilitation 24 Tage. «Die Fälle werden medizinisch anspruchsvoller und damit steigen die Aufenthaltszeiten», erläutert der Chefarzt.

Und für Mühlheim ist klar: Die seit 2012 geltende freie Spitalwahl hat sicher auch zum Plus bei den Pflegetagen beigetragen.» Die meisten Patientinnen und Patienten kommen aus dem Aargau (41 Prozent). Baselland stellt immerhin knapp 25 Prozent, Tendenz steigend.

Dass die Zahl der zu Behandelnden nach Schlaganfällen weiter wächst, stellt Thierry Ettlin fest. In diesem Sektor sei die Reha Rheinfelden ein ausgewiesenes Neurologie-Zentrum. «Vom Schlaganfall können alle Altersgruppen betroffen sein.» Der Chefarzt hält es daher für wichtig, sich in der Reha auch in diesem Bereich der Forschung zu widmen. Die Fälle mit Schädel-Hirn-Trauma würden abnehmen, was Ettlin unter anderem auf mehr Sicherheit im Strassenverkehr zurückführt.

Patientenbefragung

Freude herrscht bei Ettlin und Mühlheim über die Werte der Patientenbefragung. Ein unabhängiges Marktforschungsinstitut führte im vergangenen Jahr 494 telefonische Interviews mit Patientinnen und Patienten nach ihrem stationaren Aufenthalt in der Reha Rheinfelden durch. Die Klinik konnte die hohen Werte des Vorjahres halten: 94 Prozent der Befragten gaben an, dass sie mit dem Behandlungsresultat «vollkommen oder mehrheitlich zufrieden» sind. Gar 99 Prozent gaben an, mit ihrem Aufenthalt «mehrheitlich bis völlig zufrieden» zu sein. Und 79 Prozent meinten, dass der Aufenthalt «stark bis sehr stark» zur Verbesserung der gesundheitlichen Situation beigetragen habe.

Zur Gesundheitspolitik allgemein hiess es seitens der Klinikleitung, dass man eine hohe Auslastung dank früherer Übertritte in die Rehabilitation verzeichne, dass sich die freie Spitalwahl gut eingespielt habe und dass man auf das sogenannte Fallpauschalen-System gut vorbereitet gewesen sei. Dass der Kanton Aargau noch nicht einmal die Tarife für 2012 festgezurrt hat, sei «ein Skandal», meinten Ettlin und Mühlheim unisono.

Meistgesehen

Artboard 1