Das Prunkstück war natürlich die Titanic. Den vor 100 Jahren gesunkenen Dampfer hatten die Etzger zwar nicht in Originalgrösse nachgebaut - dafür hätten sie das halbe Dorf gebraucht - aber echt sah er gleichwohl aus. Die Kürbisse entlang der Reling verliehen der Titanic etwas Geheimnisvolles, ja fast Gespenstisches. Apropos Gespenster, Kobolde und so weiter: Auch die waren präsent, guckten auf die Flaneure herab, grinsten frech um die Ecke oder verbargen sich inmitten harmloser Pferde oder Vögel.

Manche Kürbisse zeigten unverhohlen ihre Zähne. Andere hatten sich zu kunstvoll stilisierten Katzen verwandelt. In einem Garten befanden sich Säulen aus verschiedenen Kürbisarten, gegenüber spuckte ein Drachen Feuer. Die Fantasie der Etzger Kürbisschnitzer kannte offensichtlich keine Grenzen. Das kam bei den Besuchern gut an. Viele «Ahs» und «Ohs» waren zuhören, «lässig», «schön» oder einfach «super» lauteten die begeisterten Kommentare.

Eine Schulklasse aus Birr hatte gleich einen ganzen Wagen voller Kürbisse geparkt. Wem das nasse Wetter irgendwann nicht mehr gefiel, verzog sich in eine Wirtschaft der örtlichen Vereine. Auch da galt: Wer die Wahl hat, hat die Qual. Ganz gleich, ob bei den Turnern, den Feldschützen, dem Skiklub oder den Senioren - in jeder Beiz gab es etwas sehr Leckeres zu essen. Natürlich aus Kürbis zubereitet.