Zeihen

Ja zum neuen Kindergarten für über 1,5 Millionen Franken

So soll der neue Zeiher Kindergarten dereinst aussehen. Visualisierung zvg

So soll der neue Zeiher Kindergarten dereinst aussehen. Visualisierung zvg

Die Gemeindeversammlung von Zeihen genehmigte den Kredit von 1,67 Millionen Franken für den neuen Kindergarten.

Nach der langen Vorbereitungsphase und Vorgeschichte ging es an der Zeiher Gmeind doch ziemlich zügig. Das wichtigste Traktandum stand fast zuletzt auf der reich befrachteten Liste: ein Verpflichtungskredit für 1,67 Millionen Franken für den Neubau eines neuen Kindergartens. Zusammen mit dem Planungskredit von 144 000 Franken kostet das doppelgeschossige Gebäude mit zwei Kindergarten-Abteilungen total 1,8 Millionen Franken. Einigen wenigen Votanten in der vollbesetzten Unterkirche war dies zu teuer. Gemeinderat Michel Dietiker entgegnete: «Noch günstiger geht es nicht. Wir haben uns verschiedene Kindergärten in der Umgebung angesehen, und wenn man alle Faktoren mit einbezieht, dann sieht man, dass wir im Vergleich kostenmässig gut dastehen.»

Anwesend waren 123 von total 800 Stimmberechtigten; damit unterliegen alle Beschlüsse noch dem fakultativen Referendum. Die Zeiherinnen und Zeiher sagten mit grossem Mehr Ja zum Neubau des Kindergartens. Abgebrochen wird das bestehende Gebäude in den Frühlingsferien 2019; bezogen werden soll der Neubau im Herbst 2019. Als Übergangslösung besuchen die Kinder während der Bauphase den Waldkindergarten im Eichwald.

Rege zu diskutieren gab das neue Friedhof- und Bestattungsreglement. Den Unkostenbeitrag von 1200 Franken für den Unterhalt und die Pflegemassnahmen des Gemeinschaftsgrabes fanden mehrere Anwesende zu teuer. Zwei Anträge – den Unkostenbeitrag ganz wegzulassen oder auf 600 Franken zu senken – wurden jedoch nicht angenommen. Die Stimmberechtigten folgten dem Antrag des Gemeinderates, das Reglement anzunehmen. Ebenfalls zugestimmt wurde der Teilrevision des Reglements über die Abgabe elektrischer Energie aus dem Niederspannungsnetz (Elektrareglement). Nach einer 40-minütigen Diskussion über verschiedene Detailfragen folgten die Stimmbürger ausserdem einem Überweisungsantrag aus der Versammlung. Der Auftrag an den Gemeinderat lautete, an der nächsten Gemeindeversammlung verschiedene Berechnungen vorzulegen, wie die Eigentümer von Photovoltaik-Anlagen besser entschädigt werden könnten.

Steuererhöhung angekündigt

Mit grossem Mehr stimmten die Zeiherinnen und Zeiher ausserdem für die Einbürgerung von Monika Zimmermeier, für die Genehmigung des angepassten Gemeindevertrages über die gemeinsame Führung des Forstbetriebes Homberg-Schenkenberg mit rückwirkender Inkraftsetzung auf den Januar 2018 sowie für einen Verpflichtungskredit von 178 000 Franken als Kostenanteil für die Finanzierung von GEP-Massnahmen an Anlagen des Abwasserverbandes Bözberg-West.

Das Budget 2019 schliesst bei einem unveränderten Steuerfuss von 114 Prozent und einem Aufwandüberschuss von 23 050 Franken ab. Für das Jahr 2020 sei eine Steuerfusserhöhung von fünf Prozent vorgesehen, so der Gemeinderat. Im Jahr 2022 wollen die Zeiher das Problem mit dem ebenfalls sanierungsbedürftigen Gemeindehaus angehen.

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