Magden

Junge Leute sorgen für mehr Pep im Dorfleben

Kevin Kämpfer, Dario Arcangeli, Marc Guggiana, Michael Wyss, Tobias Wyss, Yannick Bürgi und Diego Stalder (v.l.)

Kevin Kämpfer, Dario Arcangeli, Marc Guggiana, Michael Wyss, Tobias Wyss, Yannick Bürgi und Diego Stalder (v.l.)

Der Verein Aktive Freizeit Magden (AFM) will Junge und Junggebliebene zu einer dynamischen Freizeit animieren. Sieben Mitglieder unter 27 Jahren wollen Jugendliche vom Computer und Fernseher weglocken.

Es ist Samstagabend in Magden. Zeit zum Ausgehen, Spasshaben und mit -Freunden abhängen. Eine Gruppe junger Männer hält stattdessen im Gemeindehaus der Christkatholischen Kirche Magden-Olsberg eine Sitzung ab. Inmitten von Papierbergen, einem Laptop und mit offenen Coladosen in den Händen. Dabei handelt es sich weder um die Planung der Messe noch um den Kirchenchorauftritt am nächsten Morgen, sondern um die Zusammenkunft des Vereins Aktive Freizeit Magden (AFM), dessen Vorstandsmitglieder an diesem Abend in Wirklichkeit an der Planung einer eigenen Homepage sowie an der Bewirtung des Waldganges 2012 feilt.

Aktive Freizeitgestaltung als Ziel

Seit 2011 ist der Verein AFM als Dorfverein bei der Gemeinde Magden eingetragen. Er besteht aus sieben Mitgliedern, vier davon gehören zum Vorstand. Die meisten kennen sich aus der Schulzeit oder aus der Nachbarschaft. «In einem Dorf kennt jeder jeden», scherzt Tobias Wyss, Kassier und Vorstandsmitglied des AFM.

Die dynamische Gruppe, die sich aus jungen Männern im Alter zwischen 20 und 26 zusammensetzt, möchte Jugendliche und Junggebliebene vom Fernseher und Computer weglocken und motivieren, ihre Freizeit aktiv zu gestalten. «Wir wollen aber auch Feste und Anlässe organisieren, um die Geselligkeit und die Familienaktivitäten in Magden zu fördern», erläutert Präsident Michael Wyss.

Feiern und Feste organisieren – dies hat schon immer zu Michael Wyss’, Diego Stalders, Kevin Kämpfers und Tobias Wyss’ Freizeitbeschäftigung gehört. Dadurch haben sie auch viel Erfahrung im Bereich des Eventmanagements gesammelt. «Am Anfang hat jeder sein eigenes Ding gemacht. Die Gruppe bildete sich erst später», erzählt Aktuar Diego Stalder. Was zu ihren Teenagerzeiten mit Guerilla-Festen begann, sind heute von der Gemeinde bewilligte Anlässe geworden, wie zum Beispiel das «Slip ’n’ Slide».

Bei diesem Event handelt es sich um eine rund 90 Meter lange Wasserrutsche im Tal in Magden. Eine Woche Aufbauzeit nimmt diese in Anspruch, doch der Aufwand hat sich in den letzten beiden Jahren bewährt. Rund 500 Besucher sind letztes Jahr erschienen. Am 28.Juli wird die Rutsche zum dritten Mal für Geschwindigkeit- und Wasserbegeisterte parat stehen und der Verein Aktive Freizeit Magden freut sich auf genauso viele Besucher wie im letzten Jahr.

Unterstützung der Gemeinde

Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde bedeutet in erster Linie viel mehr administrativen Aufwand, hat aber auch Vorteile, dies war dem Verein schnell bewusst. «Wir wollten uns auf Dauer auch nicht mit dem Gesetz anlegen», grinst Kevin Kämpfer, Vizepräsident des Vereins Aktiven Freizeit Magden.

«Es ist zudem organisatorisch sinnvoll, als juristische Person aufzutreten und mit der Gemeinde zusammenzuarbeiten», fügt Michael Wyss hinzu. Dies ist für den Verein auch wirtschaftlich von Vorteil, wenn ihnen finanzielle Hilfe von der Gemeinde zusteht. Nichtsdestotrotz bleibe die Aktive Freizeit Magden eine Non-Profit-Organisation, die Anlässe aus Freude an der Geselligkeit in Magden veranstalte, betonen die lebhaften Burschen.

Die Magdener profitieren bei der Umsetzung ihrer Ideen allen voran vom beruflichen Werdegang der einzelnen Mitglieder. Michael Wyss studiert Wirtschaftspsychologie und hat somit den Überblick bei allen rechtlichen und administrativen Fragen. Wenn es um Aufbau und Materialverarbeitung geht, sind die handwerklichen Talente von Forstmitarbeiter Kevin Kämpfer und den beiden gelernten Landmaschinenmechanikern Diego Stalder und Tobias Wyss gefragt. Doch auch die Unterstützung der weiteren Vereinsmitglieder Dario Arcangeli, Marc Guggiana und Yannick Bürgi sind jeweils unentbehrlich.

Im Auftrag der Gemeinde

Am 17. Mai steht den jungen Männern der Aktiven Freizeit Magden der erste grosse Event im laufenden Jahr bevor. Die Gemeinde Magden hat den Verein mit der Bewirtung des Waldganges 2012 beauftragt. «Es wird ein grosses Kuchenbuffet geben», erklärt Michael Wyss.

«Ja, wir können und werden auch selber backen, zudem helfen unsere Grossmütter mit», verteidigt Michael Wyss die Backkünste der Vereinsmitglieder, welche mit todernster Miene den Worten des Präsidenten zustimmen. Die Waldgänger werden sich aber nicht nur an Süssem verköstigen können. Es wird auch Cervelats und eine Auswahl von Fleischwaren vom Grill geben.

Es ist schon spät geworden. Die Unterlagen werden sortiert und die geleerten Coladosen zerdrückt. Alle wollen wieder nach Hause gehen und dann weiterziehen. Das Problem, über das am Anfang diskutiert wurde – eine eigene Homepage –, ist nun gelöst. Mitte Juni soll der Verein AFM eine eigene virtuelle Plattform erhalten, auf der sich Interessierte über die neusten Ereignisse informieren können.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1