«Zeinigä? Zeinige?» Gar nicht so einfach zu beantworten, wie der Name des Ortes im Dialekt geschrieben werden soll. Offenbar auch für das Zeininger Kreativteam nicht, das das Schaufenster in der Oberen Wasengasse gestaltet hat. Bei genauem Hinschauen ist die Frage nach der korrekten Schreibweise im rechten oberen Eck zu finden, umgeben von Fussballwimpel, Fernsehgerät, Trophäen, einer Flagge und anderen Accessoires, die einen Raum im Schaufenster ergeben, mit Aussicht auf das, was Zeiningen ausmacht. Andreas Kägi, Andrea Körkel, Heinz Soder, Steph Hermes und Ralph Wunderlin haben sich auf das Motto des vergangenen Dorffestes «Traditionen – Emotionen – Visionen» gestützt und mit witzigen und chaotischen Fenstereinrichtung eine Punktlandung hingelegt. Das Ergebnis sei zwar «wahnsinnig knapp» ausgefallen, berichtete Markus Schmid vom Jurapark Aargau am Samstagabend, als das Kult-Jurapark-Fest schon sieben Stunden alt war. Es kam je zur Hälfte aus den Bewertungen der Festbesucher und einer Fachjury zustande.

Ausser Zeiningen haben Biberstein, Effingen, Gansingen, Gipf-Oberfrick, Herznach, Kienberg, Laufenburg, Linn, Mettauertal, Mönthal, Oberhof, Schupfart, Villigen, Wegenstetten, Wittnau, Wölflinswil und Zeihen teilgenommen – 18 Gemeinden aus dem Jurapark Aargau. «Es sind alle Sieger, die teilgenommen haben», fand Markus Schmid, «aber nur eine Gemeinde kann die Sulzerbank mitnehmen.» Wo die Bank hinkommt, ist noch offen. «Sie soll an einen prominenten Platz kommen», sagte Gemeinderat Alfred Studer.

«Vielleicht zukunftsweisend»

Den Auftakt des zum ersten Mal in Laufenburg, der einzigen Stadt im Jurapark Aargau, durchgeführten Kult-Jurapark-Fests mit Markt, Kunstausstellungen, Theater, Tanz und Musik machte am Vormittag eine offizielle Eröffnung. Regierungsrat Alex Hürzeler bezeichnete den Anlass als «vielleicht zukunftsweisendes Projekt». Kunst und Kultur können Grenzen überschreiten, sagte er, weshalb das Fest «den Nerv der Zeit trifft». Und: «Es ist sehr sinnvoll und toll, dass zwei Organisationen – der Jurapark und die Kulturnacht – zusammen gefunden haben.» Roland Kaufmann, Kulturnacht-OK-Präsident, bereitete die Besucher auf «eine Quelle an Eindrücken vor». Und Jurapark-Präsident Thomas Vetter sah «viel Herzblut» in der Veranstaltung. «Die Organisatoren haben die Messlatte für künftige Juraparkfeste sehr hoch gelegt», so Vetter. 200 Schülerinnen und Schüler sangen zum Auftakt das Laufenburger Lied.

Die Kulturnacht fand erstmals grösstenteils tagsüber statt und zeigte, was Kunst und Kultur bewegen kann. Insgesamt 40 Teilnehmer waren dabei. Auf der Laufenbrücke präsentierten neun Künstler ihre Werke, während beim Rehmann-Museum Daniel Waldner Einblicke in die Steinbildhauerei gab. In der Marktgasse machten 50 Anbieter den Jurapark-Markt zu einer Entdeckungstour.