Frick

Jury entscheidet: Die Wurstsalat-Weltmeisterin kommt aus dem Baselbiet

Sabine Scholer aus Tenniken bereitete an der WM den besten Wurstsalat zu.

Sabine Scholer aus Tenniken bereitete an der WM den besten Wurstsalat zu.

An der fünften Wurstsalat-WM verpasst Daniel Felice knapp die Titelverteidigung – Sabine Scholer gewinnt.

Austragungsort der fünften Wurstsalatweltmeisterschaft war das Frickbergstübli beim Golfplatz. Zeitig fanden sich schon die ersten Teilnehmer ein, um in einem Nebenraum ihre WurstsalatKreationen anzurichten. Da wurde geschnippelt, abgeschmeckt und die Teller wurden dekoriert. Schnell wurde es eng, da immer weitere Wettkämpfer hinzukamen. Per Email hatten sich nur elf Teilnehmer für die WM angemeldet, letztlich standen dann doch 50 Wurstsalate zur Bewertung durch die zehnköpfige Jury an.

Zum ersten Mal trat Andrea Barnickel aus Bözberg bei der Wurstsalat-WM an. «Dabeisein ist alles. Just for fun», meinte sie. Eine Woche lang hatte sie daheim an ihrem Rezept gefeilt und verschiedene Zutaten ausprobiert. Statt der typischen Cervelat entschied sie sich für Schinkenwurst mit Knoblauch. Ob das bei den Juroren gut ankäme, war Barnickel sich unsicher, aber ihr und ihrem Partner hatte es so am besten geschmeckt.

Jetzt geht’s um die Wurst!

Jetzt geht’s um die Wurst!

Schon zum 5. Mal findet in Frick das kulinarische Kräftemessen statt. An der Wurstsalat Weltmeisterschaft standen 40 Salate im Wettbewerb.

Zehn Juroren entscheiden

Die angerichteten Teller wurde mit Nummern versehen und in der Vorrunde per Los zehn Wurstsalate jeweils zwei Juroren zugeordnet. Mit Gabeln und Bewertungsbogen ausgerüstet, wählte jedes Juroren-Paar zwei Wurstsalate aus, die es in die Finalrunde schafften. Die Bewertungskriterien waren Aussehen, Geruch, Geschmack, Verarbeitung und der Gesamteindruck. Parallel dazu waren zehn Teilnehmer mit fantasievoll arrangierten Wurstsalaten für den Publikumspreis angetreten und auch die Zuschauer machten sich einen Eindruck und gaben ihr Votum ab.

Auf dem Jury-Tisch standen 50 Wurstsalate, die alle probiert werden mussten.

Auf dem Jury-Tisch standen 50 Wurstsalate, die alle probiert werden mussten.

Ausser Konkurrenz trat «Super Mario» an, der von einem um seinen Hals gehängten Klodeckel den Besuchern Wurstsalat offerierte. Das war natürlich keine Werbeaktion eines Videospiel-Produzenten, sondern ein Junggesellenabschied. Die Aktion kam gut an und gerne griffen die Zuschauer und die gespannt wartenden Wettkämpfer zu, während sich die Jury nach einer kurzen Pause für die Finalrunde wieder einfand.

Wer macht den besten Wurstsalat?

Wer macht den besten Wurstsalat?

Cervelat aus Pute im Salat

In der Finalrunde legte jeder Juror eine persönliche Rangfolge der zehn verbliebenen Wurstsalate fest und die Kampfrichter ermittelten daraus den Schnitt, um den Weltmeister zu küren. Das Ergebnis fiel knapp aus. Sabine Scholer aus Tenniken schlug mit nur zwei Punkten Vorsprung den amtierenden Weltmeister Daniel Felice aus Gipf-Oberfrick.

«Die Konkurrenz schläft nicht»: Daniel Felice über seinen Titel, die bevorstehende Meisterschaft und den perfekten Wurstsalat.

«Die Konkurrenz schläft nicht»: Daniel Felice vor der WM über seinen Titel, die bevorstehende Meisterschaft und den perfekten Wurstsalat.

Scholer freute sich immens über den Sieg, da sie schon zum fünften Mal an der WM teilnahm. Sie war mit einem Wurstsalat aus Puten-Cervelat und vier Monate gereiften Greyerzer angetreten. Auf den dritten Platz schaffte es Adrian Thomet und den Publikumspreis erhielt Daniel Gyger.

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