«Die Bachelorette»

Katapultiert sich Fricktaler Davide mit seinem Geständnis ins Aus?

Davide prahlt, singt, gesteht: Die besten Momente aus der dritten Folge «Die Bachelorette»

Davide prahlt, singt, gesteht: Die besten Momente aus der dritten Folge «Die Bachelorette»

Während Babak und Josue beim Einzeldate punkten, setzt Davide alles auf eine Karte – ob sie sticht?

Montagabend, «Bachelorette»-Time. Für uns Fricktaler heisst das: Davide-Daumen-Drück-Intensiv-Dauerphase. Nach der letzten Folge umso mehr, denn da hat doch Eli im Abspann mit ernster Miene bei der Rosenverteilaktion zum Life-Coach aus Rheinfelden gesagt: «Davide, du hast mir gestern etwas erzählt. Und ich will das eigentlich nicht für mein Leben.»

Das letzte Nüssli blieb uns da bekanntlich fast im Hals stecken. Inzwischen ist es verdaut, das Nüssli, und die Zuversicht wuchs von Stunde zu Stunde, dass es sich nur um einen oberfiesen Cliffhanger von 3+ gehandelt hat, damit wir Fricktaler, eine TV-Weltmacht im Kleinen, ja wieder einschalten. Auf die Nüssli verzichten wir diesmal aber trotzdem. Sicher ist sicher.

Die Frage derweil, was, um Himmels willen, will Eli nicht für ihr Leben, trieb uns in den letzten Tagen um. Das Naheliegende, dass es «Date-Doktor Davide», wie ihn 3+ vorstellte, mit dem Doktorspielen etwas zu wörtlich genommen und zeitweise als Callboy gearbeitet hat, kann es nicht sein. Denn davon erfuhr Eli erst, als sämtliche Folgen abgedreht waren, was ihr gegenüber dem «Blick» ein «Ich bin ein wenig enttäuscht und schockiert» entlockte.

Die Folge 3 in Bildern:

Doch alles Grübeln hilft nichts. Wir müssen uns, nolens volens, gut 40 Sende- und endlose Werbeminuten gedulden, bis wir wissen, was der 40-Jährige da Eli gestanden hat. Genügend Zeit also, um uns einmal mit den anderen Rosenkavalieren zu beschäftigen, natürlich nur mit jenen, die Davide aus aktueller Sicht gefährlich werden können.

Babak zum Zweiten

Gut, zugegeben, die Fokussierung auf die anderen liegt auch etwas daran, dass die dritte Folge nicht unbedingt Davides Stern- oder besser: Kussstunde ist. Er bekommt kein Einzeldate, kann nicht mit Eli abheben, nicht mit ihr im Pool in Ekstase versinken, ja, nicht einmal mit ihr einen Affen adoptieren. Es ist zum Lausen!

Während sich Davide zusammen mit acht weiteren Zurückgebliebenen in der Villa die Beine in den Bauch steht, geniessen sieben Auserkorene die Party auf dem Segelschiff. Einer ganz besonders, Josue, der gebürtige Kubaner mit der sexy Stimme (sagen die Frauen). Er gewinnt dank perfektem Füdli-Schwung (das muss ich selber zugeben) das Einzelgespräch mit Eli – und punktet mit seiner Offenheit. Josue hievt sich damit endgültig in den Kreis der Rosen-Favoriten.

«Ich weiss, was Frauen wollen»: Coach Davide aus Rheinfelden im Porträt.

«Ich weiss, was Frauen wollen»: Coach Davide aus Rheinfelden im Porträt.

Hier ist Babak bereits in der letzten Folge angekommen, bekam er doch ein Einzeldate. Und es kommt für uns Fricktaler noch schlimmer: Eli lädt den gebürtigen Perser auf dem Schiff zum zweiten Einzeldate, weil sie beim letzten Date merkte, «dass etwas in der Luft lag». Ja, wir sahen es auch – Sand wirbelte durch die Luft.

In der Villa versuchen sich die neun Sitzengelassenen derweil in Autosuggestion. «Einfach einmal zur Erinnerung», ruft Davide in die Runde. «Ich habe den ersten Kuss abkassiert.» Richtig, Davide. Nur: Es ist schon etwas her. Zweitens war es zwar ein leidenschaftlicher Siegeskuss, aber eben: doch nur ein Siegeskuss. Und drittens: Ui, ui, ui, Davide! Sei froh, dass du von der Villa aus nicht siehst, was wir Fricktaler da minutenlang erdulden müssen. Babak und Eli. Küssen ist nur das Vorwort. Kuss-Stilnote: 5,5; Kuss-Intensität: 6,0. Es «macht Lust auf mehr», sagt Eli.

Ob sich Babak dieses Mehr gleich abgeholt hat, lässt sich nur erahnen. Beim Frühstück jedenfalls fehlt er und Davide übt sich wieder mal im Gockel-Sein. «Willst du ein paar Eier», sagt er zu Intimfeind Toby, «dann hast du wenigstens mal welche.» Ei, ei, ei, Davide, das ist nun wirklich nicht das Gelbe vom Ei, wenn du Rosenkavalier werden willst.

Derweil hebt Vasco so richtig ab. Er bekommt seine Chance bei Eli, ein Einzeldate, Helikopterflug inklusive. Der Flugbegleiter katapultiert sich mit Händchenhalten und Einfühlungsvermögen ebenfalls in den Kreis der Topfavoriten. Er suche eine Frau fürs Leben, erzählt er Eli. Die Karte sticht. «Vasco ist definitiv ein Mann, der mir gefährlich werden kann», sagt Eli. «Er ist bodenständig und steht mit beiden Beinen im Leben. So jemand brauche ich.»

Auf den Boden der stimmlichen Realitäten zurückgeholt werden die Zuschauer beim abendlichen Karaoke-Contest. Medium Oliver bringt es auf den Punkt: «Wir waren alle heute Abend sehr schlecht.» Aber so etwas von schlecht! Und, wir geben es zu, auch Platzhirsch Davide patzte gehörig. Sein «Ti Amo» hörte sich eher wie eine Urschreitherapie an.

In das Bild «Der Schrei» von Edvard Munch fühlt sich der Fricktaler Zuschauer in den nächsten Minuten versetzt. Auch er presst die Hände starr vor Angst ans Gesicht und harrt der Dinge, die auf ihn zukommen, mit weit aufgerissenen Augen. Davide nimmt Eli zur Seite – und ... Werbepause! Was tut ihr uns Fricktalern an?

Der Schock

Endlich zurück. Davide, sichtlich nervös, gesteht Eli, dass er verheiratet war und fremdgegangen ist. Was machst Du da, Davide? Ist das nun ehrlich-genial oder wahnsinnig-dumm? Elis Augen sind geschockt. Später in der Sendung erfährt man auch, weshalb: Eli wurde in einer dreijährigen Beziehung selber betrogen.

Das weiss Davide in diesem Moment nicht, spricht von einem «dummen Fehler». Eli dankt ihm für die Ehrlichkeit und wird später sagen: «Ich fand es super, dass er ehrlich war», was uns Fricktaler wieder hoffen lässt. Nur wir wissen ja zu diesem Zeitpunkt: Davide klammerte bei seiner «Ich gestehe»-Aktion ein «winzigkleines» Detail aus: Dass er als Callboy gearbeitet hat. Das ist Fremdgehen 2.0.

Den Schock kaum verdaut, kommt auch schon der nächste: Ausgerechnet Toby bekommt das nächste Date. Das Date hat es in sich: Die beiden werden über Nacht Eltern – eines Affen; sie adoptieren in einer Auffangstation einen Gibbon. Toby, bei dem es schon längst gefunkt hat, erzählt vom «kleinen, gut aussehenden Italiener», der «immer Stress mache». Ui, Davide, nun wird es nochmals heikel. Was sagt Eli zu deinen Gockel-Allüren? Sie nimmt es sportlich, sagt, das gehöre zum Rosen-Kampf dazu. Uff!

Die Frage, ob sich Toby bei seinem Date ebenfalls in den Himmel katapultiert hat, wo bereits Babak, Vasco, Josue und wohl auch Anthony und Nunzio auf einer Wolke sitzen und kräftig «Halleluja, ich bring es» singen, beantwortet Eli gleich selber: Das Date sei zwar gut gewesen, aber Toby habe sich zu wenig geöffnet. Man kann sagen: Er bleibt zwischen Himmel und Erde stecken.

Himmel oder Hölle heisst es bei der Rosenverteilaktion nun auch für Davide. Eli ruft ihn als Dritten hervor. Er bibbert – wir mit ihm. Dann der Satz, der uns seit einer Woche nicht mehr loslässt: «Ich will das nicht für mein Leben.» Davides Gesicht ist starr. Er habe sie in eine Zwickmühle gebracht, sagt Eli, denn sie befürchte, dass es ihm wieder passieren könne. Hat Davide also zu hoch gepokert? NEIN, schon wieder Werbeunterbrechung. Die 3+-Macher sind definitiv keine Fricktaler!

Nach endlosen Werbesekunden die Erlösung: Er sei gestern so ehrlich gewesen, sagt Eli, dass er eine Chance verdiene. Es ist nicht ein Stein, der da von Davides Herzen poltert, sondern ein ganzer Berg. Ob Davide den Bergpreis, ein Einzeldate, in der nächsten Folge holt? On verra.

Die ganze Sendung unter www.3plus.tv/bachelorette

Nach der dritten Nacht der Rose: Wer ist noch dabei – wer bereits rausgeflogen?

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