An der Sommergemeindeversammlung 2013 schien die Sache klar. Die Laufenburger Stimmberechtigten stimmten einem Planungskredit in der Höhe von 30'000 Franken für die Schulraumplanung im Hinblick auf den Systemwechsel hin zu sechs Jahren Primaschule und drei Jahren Oberstufe zu. In der Vorlage hiess es damals: «Mit der Einrichtung von zwei Schulzimmern und zwei Kindergartenabteilungen im ehemaligen KV-Schulhaus kann die Gemeinde für verhältnismässig geringe Kosten gute Lösungen anbieten und ist damit gerüstet für die kommenden Veränderungen.»

Die beiden zusätzlichen Schulzimmer sind nötig, weil ab August 2014 auch die sechste Klasse zur Primarschule gehört und das Schulhaus Burgmatt voll ausgelastet ist. Weil die beiden Kindergärten Vogtsmatt und Dürrenbächli zu klein seien, um Gruppenräume einzurichten, wollte man diese nach dem Wegzug der Aargauischen Sprachheilschule auch ins Schulhaus Burgmatt Ost (ehemaliges KV-Schulhaus) integrieren.

Platzverhältnisse und Lärm

Diese Pläne sind nun überholt, wie Vizeammann Meinrad Schraner gegenüber der Aargauer Zeitung erklärte. Der Stadtrat hat davon Abstand genommen, die beiden Kindergärten ins Schulhaus Burgmatt Ost zu integrieren. «Die Arbeitsgruppe hat einen Fachmann beigezogen und dieser hat uns geraten die Planung noch einmal zu überdenken», so Schraner.

Die Platzverhältnisse im und ausserhalb des Gebäudes seien nicht ideal und die Pausenzeiten von Kindergarten und Schule nicht identisch, so Schraner. Dies könne zu Lärm und gegenseitigen Störungen führen. «Die Summe dieser Faktoren hätte uns vor grössere Probleme gestellt, deshalb suchen wir nun eine optimalere Lösung», so der Vizeammann weiter.

Platz für den Mittagstisch?

Die beiden notwendigen Schulzimmer für die sechste Primarklasse sind weiterhin im Gebäude Burgmatt Ost vorgesehen. «Dies ist mit geringen baulichen Massnahmen möglich», so Schraner.

Zudem ist eine energetische Überprüfung des Gebäudes im Gange, die allenfalls weitere Massnahmen nötig macht. An der kommenden Gemeindeversammlung soll das Geschäft dem Souverän vorgelegt werden. Der Zeitplan ist eng, ab August müssen die beiden zusätzlichen Schulzimmer zur Verfügung stehen. «Für den Notfall hätten wir aber auch eine Übergangslösung im Kopf», so Schraner.

Da die Kindergärten nicht in die Burgmatt kommen, bleibt noch Platz im ehemaligen KV-Schulhaus frei. «In die Abklärungen beziehen wir auch Institutionen aus dem alten Grundbuchamt mit ein», so Meinrad Schraner, der den Mittagstisch erwähnte aber zugleich betonte, dass noch keine Entscheidungen gefallen seien.

Die Kindergärten Vogtsmatt und Dürrenbächli bleiben auch im kommenden Schuljahr in Betrieb. «Wir sind noch auf der Suche nach der besten Lösung», erklärte der Vizeammann. Eine Zusammenlegung sei ebenfalls weiterhin ein Thema. Es sei jedoch noch zu früh, um über konkrete Projekte und Zahlen zu sprechen. «Unser Ziel ist es, dass wir an der Sommergmeind die Bevölkerung grob über die Pläne für die Kindergärten orientieren können.»