Frick

Kraftwerk auf dem Dach liefert Strom für Labors

So präsentiert sich neuerdings das Dach des grossen FiBL-Gebäudes in Frick: 180 Photovoltaikmodule mit einer Gesamtfläche von 234 Quadratmetern sind montiert worden.  chr

So präsentiert sich neuerdings das Dach des grossen FiBL-Gebäudes in Frick: 180 Photovoltaikmodule mit einer Gesamtfläche von 234 Quadratmetern sind montiert worden. chr

Die Photovoltaikanlage des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) ist in Betrieb und produziert elektrische Energie. Sie produziert jährlich so viel Strom, wie in 8 bis 10 Einfamilienhäusern verbraucht wird.

Auf einem der Hausdächer des FiBL (Forschungsinstitut für biologischen Landbau) in Frick ist am 28. Januar eine grosse Photovoltaikanlage in Betrieb genommen worden, die jährlich so viel Strom produziert, wie in 8 bis 10 Einfamilienhäusern verbraucht wird. Am 8. März erfolgt die Einweihung der Anlage im Rahmen eines Solar-Apéros.

Bereits 1450 kWh Strom produziert

In den ersten 24 Tagen seit Beginn der Stromproduktion lieferten die auf 3 Wechselrichter aufgeteilten 180 Photovoltaikmodule mit einer Fläche von total 234 Quadratmetern insgesamt bereits rund 1450 Kilowattstunden (kWh) Strom. Je nach Helligkeit beziehungsweise Sonneneinstrahlung fällt die Energieproduktion unterschiedlich aus, doch rechnet man pro Jahr im Schnitt mit über 32000 kWh, die ins Netz eingespeist werden können.

Der Eigenbedarf ist gross

Die Ausrichtung jenes FiBL-Gebäudes mit der grössten Dachfläche nach Süden und einer Dachneigung von über 30 Grad bot sich geradezu an für die Montage einer Photovoltaikanlage; die Bedingungen für die Nutzung dieser Art der Erzeugung elektrischer Energie sind also ideal.

Beim Prinzip der Photovoltaik fliesst der Strom direkt ins Netz – auch jener vom FiBL-Dach. Der Eigenbedarf des Forschungsinstituts ist allerdings so gross, dass von der selber hergestellten Strommenge der grösste Teil als Eigenbedarf vor allem in den Labors der Forschungseinrichtung verbraucht wird.

Mit dem Bau der Photovoltaikanlage wollte man beim FiBL ein Zeichen für die Zukunft mit erneuerbarer Energie setzen. Doch bei der eigentlichen Stromerzeugung alleine liess man es nicht bewenden. Gleichzeitig wurden nämlich beim betreffenden Gebäude auch die festgestellten gravierenden Mängel an der Gebäudehülle behoben und eine entsprechende Sanierung vorgenommen, wie die az Aargauer Zeitung vom zuständigen Bauführer Urs Weiss, Architekturbüro in Frick, in Erfahrung bringen konnte.

So war mit der energetischen Dachsanierung, der nachträglichen Dämmung des bestehenden Sparrendaches, einiges zu erreichen. Zugleich war das an einigen Stellen beschädigte Unterdach zu ersetzen: Marder hatten über Jahre hinweg deutliche Spuren hinterlassen. Deshalb lautet der Rat von Architekt Urs Weiss: «Wer die Absicht hat, eine Solaranlage auf seinem Hausdach montieren zu lassen, sollte bei dieser Gelegenheit auch die Dachkonstruktion, das Unterdach und den Zustand der allenfalls bereits vorhandenen Wärmedämmung von Fachleuten überprüfen lassen.»

Zusätzlich gute Wärmedämmung

Die zahlreichen Büros im FiBL-Gebäude, die sich direkt unter dem Schrägdach befinden, werden nun mit der guten Wärmedämmung inskünftig auch im Sommer angenehm kühl gehalten und im Winter ist ein Minimum an Heizenergie nötig.

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