Laufenburg

Lärmschutzwände sollen Laufenburger Bewohner vor Verkehrslärm schützen

Bei den Liegenschaften an der Baslerstrasse/Winterthurerstrasse in Laufenburg ist eine Lärmsanierung nötig. – Foto: chr

Bei den Liegenschaften an der Baslerstrasse/Winterthurerstrasse in Laufenburg ist eine Lärmsanierung nötig. – Foto: chr

Lärmschutzwände und Schallschutzfenster in betroffenen Häusern sollen Liegenschaftsbewohner in Laufenburg besser vor Verkehrslärm schützen. Die Gesamtkosten des Strassenlärm-Sanierungsprojekts, das nun umgesetzt wird, betragen 2,8 Millionen Franken.

Die Altstadt Laufenburg wird vom übrigen Gemeindegebiet durch den Verlauf der Kantonsstrasse (Baslerstrasse/Winterthurerstrasse) auf gerader Strecke getrennt.

Links und rechts der Strasse befinden sich zahlreiche Liegenschaften, deren Bewohner den Lärmbelastungen durch den Strassenverkehr ausgesetzt sind. Die Lärmgeplagten können jedoch schon bald aufatmen, denn das Strassenlärm-Sanierungsprojekt ist aufgegleist und es wird umgesetzt.

Öffentliche Auflage bis 21. Mai

Noch bis zum 21. Mai wird die öffentliche Auflage durchgeführt. Mit der definitiven Projektgenehmigung durch den Regierungsrat, die Rückerstattungen von bereits eingebauten neuen Fenstern und die Submission für die Bauarbeiten ist im dritten Quartal dieses Jahres zu rechnen, mit dem Baubeginn für die Lärmschutzwände und den Einbau von Schallschutzfenstern bei den betroffenen Häusern im vierten Quartal.

Der Leiter des Laufenburger Lärmsanierungsprojekts, Andreas Sutter vom Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau, erläuterte vor knapp 20 betroffenen Anwohnerinnen und Anwohnern an einer Informationsveranstaltung im Schulhaus Burgmatt die Massnahmenplanung: «Der Ersatz der bestehenden Beläge auf der Kantonsstrasse 130 durch ein akustisch günstigeres Material bringt eine Lärmreduktion von einem bis zwei Dezibel.

An baulichen Massnahmen ist die Erstellung einer Lärmschutzwand im Galgenrain und einer solchen an der Baslerstrasse vorgesehen.» Darüber hinaus gibt es Schallschutzmassnahmen an Gebäuden.

239 und 100 Meter lange Wände

Im Bereich der sogenannten Kraftwerkhäuser, im Galgenrain, am westlichen Eingang der Stadt, ist der Bau einer 239 Meter langen Lärmschutzwand von 1 bis 3 Metern Höhe geplant.

Die mittlere Wirkung soll eine Reduktion des Verkehrslärms um gut 9 Dezibel zur Folge haben. Die Länge der Lärmschutzwand, die bei den Einfamilienhäusern an der Baslerstrasse projektiert ist, beträgt 100 Meter, die Höhe 2 Meter und die mittlere Wirkung rund 7 Dezibel.

Gesetzliche Grundlagen für das Strassenlärm-Sanierungsprojekt in Laufenburg bilden die Bundesverfassung, das Umweltschutzgesetz sowie die Lärmschutz-Verordnung (LSV), wonach die Sanierung bei einer wesentlichen Überschreitung der Immissionsgrenzwerte zu erfolgen hat.

Kanton bezahlt 1,5 Millionen Franken

Die Kosten von 2,8 Millionen Franken werden aufgeteilt auf Bund (660 000 Franken), Kanton (1,5 Millionen Franken), Gemeinde (640 000 Franken) und Liegenschaftsbesitzer (54 000 Franken).

Meistgesehen

Artboard 1