Rheinfelden/Laufenburg

Liedermacher-Ensemble «Troubadix auf Touren» mit gelungenem Start

Gabriel Kramer (2. von links) freut sich, mit «Troubadix auf Touren» endlich wieder auf der Bühne stehen zu können.

Gabriel Kramer (2. von links) freut sich, mit «Troubadix auf Touren» endlich wieder auf der Bühne stehen zu können.

Das Liedermacher-Ensemble um Gabriel Kramer performt am Wochenende in Rheinfelden und Laufenburg.

Wetterglück hatte das Liedermachersextett um Vollblutmusiker Gabriel Kramer aus Laufenburg wahrlich keines. Zum Auftakt ihrer Tournee «Troubadix auf Touren» in Winterthur zogen letzte Woche graue Wolken auf. Dennoch lauschten an der Premiere rund 60 Zuschauer dem Liederspektakel aus «Schalk, Witz und Poesie», wie Kramer das Programm umschreibt. «Von Protest- bis Liebesliedern ist alles dabei.»

Während Kramer bereits zuvor kleinere Innenhofkonzerte gab, standen die meisten seiner Liedermacherkollegen in Winterthur nach dem Lockdown zum ersten Mal wieder auf der Bühne. «Das war für sie natürlich ein Wahnsinnserlebnis, nach dieser Zeit vor Publikum auftreten zu können. Sie haben es genossen», sagt Kramer.

Eintritt verlangt das Ensemble für seine Mini-Konzerte nicht. Stattdessen wird eine Kollekte durchgeführt, bei welcher der Richtpreis zwischen 15 und 25 Franken liegt. «Die meisten haben jedoch mehr gegeben. Das freut uns natürlich; es zeigt, dass wir mit dem neuen Programm bei Publikum ankommen», so Kramer.

Eine illustre Truppe mit zwei Auftritten im Fricktal

Am Wochenende schlägt «Troubadix auf Touren» zum ersten Mal auf Fricktaler Boden auf; am 3. Oktober bei der Stadtkirche in Rheinfelden und tags darauf auf dem Laufenplatz in Laufenburg. «Das wäre schön, wenn beim Auftritt in meiner Heimatstadt alle Plätze ausverkauft wären», sagt Kramer. Hierfür sieht es gut aus. Etwa die Hälfte der 100 Plätze sind bereits reserviert. Für den Auftritt in Rheinfelden besteht bei den Reservierungen noch Potenzial nach oben.

Anders als in den vergangenen Jahren tritt «Troubadix» nicht in einem Zirkuswagen – einer sogenannten «Fahrieté» – auf, sondern auf einer grossen Bühne davor. Neben dieser coronabedingten Vorkehrung müssen die Musiker das Contact-Tracing der Besucher gewährleisten – nur ein kleiner Mehraufwand, wenn man bedenkt, welche Freude es dem Sextett bedeutet, auf der Bühne zu performen.

Zu diesem gehört etwa An­dreas Vettiger. Er ist seit über 20 Jahren als Schauspieler, Magier und Geschichtenerzähler in seinem rollenden Kleintheater unterwegs. Sonja Wunderlin, Multi-Instrumentalistin, lässt als «singende Zeitmaschine» altes Wissen wieder aufleben. Irene Mazza, die sich unverblümt und keck an das Eingemachte wagt und dabei kein Blatt vor den Mund nimmt. Börnie Flück, das Mädchen für alles, der dank seines Erfindergeistes für jedes Problem die passende Melodie findet. Und schliesslich die Liedermacherin Myri Mild, die gerne mit dem Feuer und mit Worten hantiert.

Jeder begleitet den anderen auf der Bühne

Das Sextett hat eine überzeugende Strategie: «Alle begleiten einander in verschiedenen Formen», erklärt Gabriel Kramer, «als Chor oder etwa mit anderen Instrumenten». Stillstand gibt es dabei nicht. «Es wird immer einen Wechsel geben», sagt Kramer.

Bemüht hat sich das Ensemble auch, die Übergänge zwischen den einzelnen Künstlern mit komödiantischen und optisch ansprechenden Überraschungen zu inszenieren. «Wichtig ist, dass wir die Zuschauer unterhalten und ihnen dabei das eine oder andere Lachen entlocken können», so Kramer.

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Autor

Dennis Kalt

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