Sisseln

Lohnverhandlungen für DSM-Geschäftsleitung beendet: 1,3 Prozent ist ihr letztes Angebot

Andreas Felber und François Quidort übergeben die Petition im Foyer des DSM-Werks in Sisseln an René Vroege und Chris Goppelsroeder (v.l.).

Die Forderungen der DSM-Angestellten wurden nur in Teilen erhört. Sie bekommen keine weitere Lohnerhöhung.

Rund 900 DSM-Mitarbeitende wandten sich am Standort Sisseln in einer Petition an die Geschäftsleitung des Chemiekonzerns – mit der Forderung nach mehr Lohn. Das Unternehmen hatte zwar das Angebot für die Lohnerhöhung von 1,1 Prozent auf 1,3 Prozent erhöht. Die DSM-Angestellten forderten – auch mit Verweis auf die massive Erhöhung bei der Dividendenausschüttung – aber 1,7 Prozent mehr Lohn oder eine Einmalzahlung. Nun ist klar: Die Forderung wird nicht erfüllt. Die Geschäftsleitung habe entschieden, die Salärverhandlungen nicht wieder zu eröffnen, heisst es in einem gemeinsamen Schreiben von Geschäftsleitung und Arbeitnehmervertretungen an die Mitarbeitenden.


Die Arbeitnehmervertretungen zeigen sich darob enttäuscht: Es sei aus ihrer Sicht eine Möglichkeit verpasst worden, die Mitarbeitenden am ausserordentlichen Erfolg der Firma zusätzlich zu beteiligen, heisst es im Schreiben. Gleichzeitig schätze man die Erklärungen der Geschäftsleitung. Sie hätten «im Detail und mit Hintergrundinformationen» darlegen können, was zur Lohnsummenerhöhung von 1,3 Prozent geführt habe. Das Unternehmen wolle dem Eindruck der Mitarbeitenden, im Wettbewerb mit den Shareholdern benachteiligt zu sein, zukünftig ausserdem deutlicher entgegenwirken. (nbo)

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