Kirchgemeinde

Lustiges, Nachdenkliches, Interessantes: Der «Teilomat» kommt nach Frick

kaugummiDer «Teilomat» funktioniert ganz ähnlich wie früher die Kaugummiautomaten. (Symbolbild)

kaugummiDer «Teilomat» funktioniert ganz ähnlich wie früher die Kaugummiautomaten. (Symbolbild)

Bald steht in der Kirchgemeinde Peter und Paul ein Automat, über den Teilnehmer bedeutende Gegenstände teilen können. Er wird für jeweils zehn Tage aufgestellt.

Mit anderen teilen – eine Tugend, ein schöner Brauch, der mehr und mehr an Bedeutung gewinnt. Teilen vermittelt Zusammengehörigkeit, Verbundenheit, Gemeinschaft, bringt Freude. Etwas ganz Besonderes, etwas, was uns wichtig, sogar heilig ist, anderen anvertrauen – nicht unbedingt im biblischen Sinn, sondern bezogen auf das Jetzt und Heute –, dies war die Idee der Fachstelle für Jugend und junge Erwachsene der römisch-katholischen Landeskirche im Aargau. Im August wurde diese nicht alltägliche Initiative gestartet, die Idee eines «Teilomaten» aufgegriffen und auf den Weg gebracht.

Auf Wunsch und Anfrage der Kirchengemeinden im Kanton konnte er für jeweils zehn Tage dort aufgestellt werden, etwa in Aarau oder Wettingen. Der Zuspruch war erfreulich gross. Letzter Standort auf der Tour des «Teilomaten» wird nun vom 27. Oktober bis 12. November die Kirchgemeinde Peter und Paul in Frick sein. Jeder, der Lust dazu hat, ob Kinder oder Erwachsene, kann sich dann an der Aktion beteiligen.

Eine Kugel füllen und dann eine andere entnehmen

Der «Teilomat» funktioniert ganz ähnlich wie früher die Kaugummiautomaten – ein Geldstück oben reinstecken, Hebel drehen, Kaugummi rausnehmen. Beim «Teilomaten» geht es so: Aus einem Korb, der hinter dem «Teilomaten» steht, entnimmt man eine leere Kugel, die einen Durchmesser von etwa acht Zentimetern hat. In diese Kugel kann dann etwas hineingegeben werden, etwas, was für den Gebenden von besonderer Bedeutung, ihm heilig ist.

Das muss nicht der heilige Gegenstand selbst sein, aber vielleicht ein Foto, eine Zeichnung oder eine Beschreibung davon. Dazu eine kleine Erläuterung, warum gerade das von besonderem Wert ist. Zum Beispiel kann ein Smartphone heilig sein, nicht wegen des materiellen Wertes, sondern weil damit wichtige soziale Kontakte möglich und Freunde jederzeit erreichbar sind. Diese Botschaften können namentlich unterschrieben werden, aber auch anonym sein.

Dinge mit aktueller Bedeutung

Nachdem die damit befüllte Kugel in den «Teilomaten» eingeworfen ist, darf man sich selbst eine andere Kugel herausnehmen, erfährt so Wichtiges von anderen – Lustiges, Nachdenkliches, Interessantes. Es werden Dinge miteinander geteilt, die eine aktuelle Bedeutung haben und Anregungen vermitteln können.

Im Vorfeld dieser Aktion wurden Fricker Schüler im Religionsunterricht dafür begeistert, sich zu überlegen, was ihnen denn alles wichtig, ja im modernen Sinn heilig ist, um dann in den kommenden Wochen bei dieser Aktion mitzumachen. Ziel ist es, bereits gefüllte Kugeln parat zu haben, wenn der «Teilomat» Ende Oktober aufgestellt wird.

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