Magden
Ein Dorfplatz mit Wellen und Steilwandkurven erfüllt Kinderwunsch – aber nur für kurze Zeit

Der Magdener Gemeinderat hat beschlossen, einen Rundkurs für Kinder und Jugendliche zu errichten. Der mobile «Pumptrack» ist ein Wunsch im Rahmen des Projekts «Kinderfreundliche Gemeinde».

Dennis Kalt
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Im Februar kommt ein «Pumptrack» – wie im Bild in Bremgarten – auch in Magden auf dem Dorfplatz zu stehen.

Im Februar kommt ein «Pumptrack» – wie im Bild in Bremgarten – auch in Magden auf dem Dorfplatz zu stehen.

Bild: zVg

Dies dürfte so manchen Heranwachsenden in Magden freuen: Am 6. Februar errichtet die Gemeinde Magden auf dem Dorfplatz einen 46 Meter langen Rundkurs mit Wellen und Steilwandkurven. Bei dem Rundkurs handelt es sich um einen mobilen «Pumptrack», der etwa für Mountainbikes, BMX oder Skateboards ausgelegt ist und durch dynamisches Belasten und Entlasten – englisch: «pump» – abgefahren werden kann.

Der Pumptrack entsteht im Rahmen des Projekts «Kinderfreundliche Gemeinde», ein Label des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen, mit dem die Gemeinde im Dezember ausgezeichnet wurde. Zuvor, in einem Mitwirkungsverfahren im August, präsentierten Kinder und Jugendliche dem Gemeinderat und Verwaltungspersonal ihre Wünsche. Hierzu sagt Gemeinderätin Carole Binder:

«Der Wunsch nach einem Pumptrack stand dabei ganz oben.»

Bereits Anfang des vergangenen Jahres, so Binder, seien Jugendliche mit dem Anliegen auf den Gemeinderat zugekommen, einen Pumptrack selbst zu bauen. Daraufhin habe sich dieser auf die Suche nach einem geeigneten Stück Land gemacht – jedoch ohne Erfolg. «Wir haben kein Stück Land gefunden, wo der Pumptrack einem Bauer nicht ins Land gegangen wäre», sagt Binder.

40 Elemente werden zusammengeschraubt

Gemeinderätin Carole Binder.

Gemeinderätin Carole Binder.

Bild: Hans Christof Wagner

Aufgebaut werden wird der Rundkurs von Helfern des Turnvereins an einem einzigen Tag. Hierzu müssen unter anderem 40 Elemente mit Schrauben zusammengefügt werden. Ab dem 6. Februar soll dann der Rundkurs drei Wochen stehen, bevor er am 27. Februar wieder abgebaut wird. Länger kann er auf dem Dorfplatz nicht stehen, weil der Pumptrack begehrt und von anderen Gemeinden reserviert ist.

«Natürlich gibt es sicher idealere Zeiten für den Pumptrack», sagt Binder. So müsse man sehen, welche Regeln im Februar aufgrund der Coronapandemie gelten, um dann die Vorgaben zu ändern, wie und von wie vielen Personen der Pumptrack genutzt werden könne.

Ein guter Mehrwert für die Jugendlichen im Dorf

Die Miete für den Pumptrack für die drei Wochen beläuft sich auf 1000 Franken. Dafür erhalte man einen ziemlich guten Mehrwert für die Jugendlichen im Dorf, wie Binder findet. Zuweilen werden auch Jugendarbeiter vor Ort sein, etwa um zu kontrollieren, ob die Schrauben zwischen den Elementen noch fest sitzen und ob die Jugendlichen sich an die Vorschriften halten.

Dazu gehören etwa die Helmpflicht, das Befahren der Strecke in gegenseitiger Rücksichtnahme sowie das Alkohol- und Rauchverbot auf dem Gelände. Am Wochenende werden zuweilen auch Polizei und Securitas einen Kontrollgang machen.

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