Die Stahlton Bauteile AG in Frick hat zur Besichtigung ihres neuen Büro- und Verwaltungsgebäudes eingeladen. Wie von Ernst Gisin, dem Vorsitzenden der Geschäftsleitung, zu erfahren war, sind über 1500 Besucherinnen und Besucher der Einladung zum Tag der offenen Tür mit Besichtigung des Neubaus gefolgt.

Besonders beeindruckt zeigte sich männiglich von der Architektur des markanten Gebäudes, das sich in der Nähe des Fricker Dinokreisels befindet.

Die Firma Stahlton wurde 1945 von Schweizer Bauingenieuren Max Birkenmaier, Antonio Brandestini und Mirko Robin Roš (BBR) gegründet zur Entwicklung und Vorfabrikation der Stahltonbretter für Decken und Stürze.

Das vorgespannten Stahlton-Sturzbrett und das Spannverfahren BBRV stehen am Anfang einer langen Reihe von erfolgreichen Produkten und Verfahren, welche die Stärke von Stahlton ausmachen. So haben im Verlauf der Jahre und Jahrzehnte diverse namhafte Produkte dem Baugewerbe zu seinem Ansehen verholfen.

Das Fundament der heutigen Stahlton bilden bedeutende Höhepunkte in der Firmengeschichte. So etwa die Inbetriebnahme des Werkes 1 (Bauteile) in Frick zur Herstellung von Stahlton-Sturzbrettern und -Decken im Jahr 1945.

4 Jahre später folgte die Entwicklung des Spannsystems Stahlton-BBRV, benannt nach den Firmengründern und dem Stahlspezialisten Vogt. Die Markteinführung der Stahlton-Rolladenstürze war ebenfalls 1949. Im Jahr 1951 wurden die ersten Brücken in der Schweiz nach dem Spannbeton-Verfahren der Stahlton vorgespannt.

Wie aus der Firmengeschichte weiter hervorgeht, kam es 1953 zur ersten Anwendung mit Stahlton-BBRV-Felsankern. 1954 ging das Werk 2 in Frick in Betrieb zur Herstellung der Vorspannkabel. 1959 folgte die Beton-Vorfabrikation im neuen Werk 3, das in Betrieb genommen wurde. Im Jahr darauf folgten der Ausbau von Werk 2 (Bautechnik) und die Eröffnung der Filiale in Lausanne.

Erster Fussgängersteg mit Schrägkabeln

1961 erfolgten Lieferung und Montage der ersten vorfabrizierten Brücke und des ersten Fussgängersteges mit Schrägkabeln in Binningen. 1962 war Eröffnung der Filiale Lugano. An der Expo 64 in Lausanne wurde die erste Schrägkabelkonstruktion gezeigt und 1965 der erste Freivorbau-Brückenbau in Basel ausgeführt.

Weitere Meilensteine in der Firmengeschichte: 1965 erste Fundamentplatten-Vorspannung; 1967 Eröffnung der Filiale St. Gallen und Ausbau des Werks 1; 1968 erste Anwendungen in der Kunststofftechnik mit Stahlton-HiAm-Schrägkabeln im Olympiastadion in München; 1970 erstes Bauobjekt mit aussenliegender Vorspannung; 1971 erster Auftrag für eine vorgespannte Schlitzwand; 1975 Einstieg in die Glasfaserbeton-Technologie; 1984 erste Schrägkabel-Strassenbrücke über den Rhein bei Diepoldsau; 1985 Erweiterung des Werks 3 in Frick; 1988 erster Brückenbau mit aussenliegender Vorspannung; 1995 Inbetriebnahme von neuen Produktionsanlagen für Hohlstürze und Fensterbänke im Werk 3; ab 1998 Herstellung extrudierter Fensterbänke aus Glasfaserbeton; 2005 Verselbstständigung des Geschäftsbereichs Bauteile in die Stahlton Bauteile AG und Übernahme der Geschäftsaktivitäten der ehemaligen Anker- und Vorspanntechnik AG.

Hauptsitz seit September 2012 in Frick

Die Grundsteinlegung, Bauphasen und das Aufrichtefest für das Büro- und Verwaltungsgebäude in Frick folgten im Frühjahr 2012. Bereits Mitte September 2012 konnte dann der Hauptsitz von Zürich nach Frick verlegt werden. Durch die Zusammenlegung von Hauptsitz und Produktion konnten Schnittstellen eliminiert und interne Abläufe wesentlich vereinfacht werden.