Rheinfelden

Mehr Gäste, weniger Strom: Der Saisonstart auf der «Kunschti» ist geglückt

Auf dem Aussenfeld der Kunsteisbahn üben einige Mädchen kleine Kunststücke.

Auf dem Aussenfeld der Kunsteisbahn üben einige Mädchen kleine Kunststücke.

Seit Anfang Oktober ist die Kunsteisbahn in Rheinfelden geöffnet. Das Geschäft läuft gut, auch dank der frostigen Temperaturen.

Der Eismeister hat viele Zuschauer, wie er an diesem Mittwochnachmittag mit seiner tonnenschweren Eismaschine über das Hauptfeld der Kunsteisbahn in Rheinfelden kurvt. Er sorgt dafür, dass die Schlittschuhläufer schon nach wenigen Minuten wieder eine blitzblanke Fläche vorfinden.

Die Schlittschuhläufer müssen derweil draussen hinter der Bande warten und schauen deshalb gespannt zu. Kaum ist die Maschine weg, wird das Feld wieder eingenommen – wobei einige mehr und andere weniger elegant über das Eis gleiten.

Betreiber ist mit dem Saisonstart zufrieden

Seit Anfang Oktober hat die Rheinfelder Kunsteisbahn, im Volksmund nur «Kunschti» genannt, offen. «Wir sind zufrieden mit dem Saisonstart», sagt Willy Vogt, Geschäftsführer des Freizeitcenters Kuba. Und mit einem Blick auf die gut bevölkerte Eisfläche fügt er an: «Langsam zieht es richtig an.»

Tatsächlich ist an diesem Mittwochnachmittag einiges los auf der Kunsteisbahn. Praktisch im Minutentakt werden Schlittschuhe und Helme vermietet. Es ist ein schulfreier Nachmittag, weshalb vor allem viele Kinder und Jugendliche da sind.

Aber auch Erwachsene, teilweise mit kleinen Kindern, kurven über das Eis. Ein Teil der Besucher kommt aus der badischen Nachbarschaft. «Wir haben in der Nähe sonst keine Kunsteisbahn. Deshalb kommen wir gerne hierher», sagt eine Frau.

Auf dem Aussenfeld üben sich währenddessen rund zwei Dutzend Mädchen im Eiskunstlauf, drehen Pirouetten im Sitzen und im Stehen, zeigen den Salchow-Sprung. Es ist das Training des Eislaufclubs Rheinfelden. Die Mädchen ziehen mit ihrem Können einige bewundernde und staunende Blicke auf sich.

Sowohl vom Hauptfeld als auch von hinter der Bande, wo Eltern das Training beobachten. «Ich könnte das nicht», sagt eine Mutter mit einem Lachen. «Ich bin schon froh, wenn ich meine Runden drehen kann, ohne dabei hinzufallen.»

Über die Feiertage ist die «Kunschti» gut besucht

Die derzeit herrschende Kälte, so glaubt Willy Vogt, kurbelt die Saison auf der Kunsteisbahn an. «Die Lust auf das Schlittschuhlaufen steigt dank dieses Wetters», ist er überzeugt. Mit Weihnachten und Neujahr steht nun ohnehin der Saisonhöhepunkt bevor.

«Über die Feiertage ist der Besucherandrang jeweils besonders gross», so Vogt. Besonders dann, wenn kaum oder gar kein Schnee liegt in der Region – und Daheimgebliebene somit nicht etwa schlitteln gehen können.

Die Kälte, sie hilft aber auch dem Eismeister. Je kälter es nämlich ist, desto langsamer schmilzt das Eis. Und desto weniger muss es gekühlt werden. «Das macht sich vor allem im Stromverbrauch bemerkbar», sagt Vogt. «Derzeit brauchen wir deutlich weniger Strom als etwa zum Saisonstart.»

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Autor

Nadine Böni

Nadine Böni

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