Fricktal

Mehr Platz dank zusätzlichem Stockwerk: Gmeind entscheidet über Ausbau des Gemeindehauses

So soll das Gemeindehaus nach der Sanierung und Aufstockung aussehen.

So soll das Gemeindehaus nach der Sanierung und Aufstockung aussehen.

Am 27. November entscheidet die Kaister Gmeind über einen Millionenkredit für die Sanierung und den Ausbau des Gemeindehauses.

Das Kaister Gemeindehaus mit dem angegliederten ehemaligen Kindergarten ist in die Jahre gekommen und genügt nicht mehr den heutigen Ansprüchen an ein öffentliches Gebäude. Das erklärte Gemeindeammann Major Arpad an einer Informations­veranstaltung, zu der rund 30 Interessierte gekommen waren. Das Gebäude hat einen umfassenden Sanierungsbedarf, auch unter energetischen Gesichtspunkten, die Barrierefreiheit sowie der Persönlichkeitsschutz der Bürger bei ihren Geschäften sind nicht gegeben. Die Räume der Verwaltung sind überbelegt, und es fehlt an Parkplätzen.

Die Gemeindeversammlung hatte im Herbst 2018 einen Projektierungskredit bewilligt, und eine Arbeitsgruppe für das Projekt wurde eingerichtet. Möglich wären ein Neubau neben dem Gemeindehaus oder auf einem Grundstück der Gemeinde in der Schulstrasse oder eine Erweiterung und Sanierung des Gemeindehauses. «Die Erreichbarkeit des heutigen Gemeindehauses mit dem öffentlichen Verkehr ist optimal», sagte Major. Ein Neubau wäre teurer, weshalb diese Optionen schnell negiert wurden.

Zusätzlicher Raum soll im Gemeindehaus durch einen Anbau und eine Aufstockung entstehen. Die Erweiterung soll in drei Bauphasen realisiert werden. Baustart könnte August 2021 sein und Ende 2022 die Massnahmen abgeschlossen sein. Die Kosten bezifferte das gewählte Architekturbüro mit 3,2 Millionen Franken für das Gesamtprojekt.

Eine Brücke führt vom Gemeindehaus zur Kirche

Geplant ist im Erdgeschoss die Erstellung von öffentlichen und behindertengerechten WC-Anlagen. Im ersten Obergeschoss sollen eine Schalterhalle mit Diskretionsraum und ein Grossraumbüro für Sozialdienst, Bau und Planung entstehen, im zweiten Obergeschoss eine weitere Schalterhalle mit Diskretionsraum und ein Grossraumbüro für Finanzen und Steuern. Im Dachgeschoss ist ein grosses Sitzungszimmer für den Gemeinderat geplant.

Ausserdem ist die Einrichtung eines Lifts in der neuen Eingangshalle geplant. Mittels einer Brücke vom neuen Dachgeschoss kann so die Kirche erschlossen werden. Oberhalb des Hangs sollen Parkplätze eingerichtet werden, von denen auch die Kirchengemeinde profitiert, so Major.

Das Kindergartengebäude lässt sich nicht mit vertretbarem Aufwand integrieren und soll abgerissen werden. Kritik seitens der Zuhörer gab es an der Dachform, da diese sich nicht ins Ortsbild einfüge, und an der behindertengerechten WC-Anlage, da diese nur von aussen zugänglich ist. Ein Kaister wünschte sich, dass der Fahrstuhl auch von aussen zugänglich sei, damit Kirchgänger nicht durch das Gemeindehaus gehen müssten. Es wurde auch der Wunsch nach weiteren Parkplätzen geäussert. Arpad Major sagte zu, dass bis zur Gemeindeversammlung am 27. November an diesen Punkten nachgearbeitet werde.

Kosten für Sanierung des Reservoirs sind tiefer

Als zweiten Tagesordnungspunkt stellte Gemeinderat Willy Burkhalter das überarbeitete Neubauprojekt für das Wasserreservoir Äspleberg vor, das aufgrund der hohen Kosten – knapp drei Millionen Franken – an der Gemeindeversammlung im Herbst 2019 zurückgewiesen worden war. Die Kosten konnten reduziert werden. An der Gmeind soll über einen Kredit in Höhe von 2,75 Millionen Franken abgestimmt werden. Burkhalter verwies auf die Notwendigkeit des Neubaus, mit dem das verästelte Versorgungsnetz in ein Umlaufnetz umgewandelt wird, wodurch die Druckschwankungen reduziert würden. Der Neubau ist auch wegen der Löschwasserreserven für die Feuerwehr notwendig. Bei Zustimmung könnte der Neubau Ende 2022 fertig sein.

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