Seit dieser Woche liegt das Baugesuch auf der Gemeindekanzlei zur Einsicht auf. Die Kosten für die Erweiterung belaufen sich auf rund 90 000 Franken — zulasten der Gemeindekasse.

«Mehr Platz bedeutet, dass wir unser Angebot erweitern und besser auf die Bedürfnisse der einzelnen Jugendlichen eingehen können», sagt Véronique Hufschmid. Die Betreuerin vom Jugendtreff kann dessen Vergrösserung kaum erwarten. Im Moment sei es besonders für die Mädchen «zu eng». Sie kämen im Programm zu kurz. «Die Buben können sich einfach besser durchsetzen und bestimmen dann, was gespielt wird. Daher besuchen vergleichsweise wenig Mädchen das Lokal.» Dies soll sich bald ändern.

Die Mehrheit der Jugendlichen ist zwischen 11 und 15 Jahre alt. Sie kommen häufig zum Treff, um Videospiele zu spielen. Gewisse Spiele unterliegen aber einer Altersbeschränkung, was eine Unterteilung nach Alter erfordert. «Mit mehreren Räumen kann ich dies künftig einfacher koordinieren.»

Die Module, welche die Gemeinde Sisseln ins Auge gefasst hat, wurden bislang von der Firma Erne Holzbau als Büro-Container vermietet. Die verschiedenen Räume bieten Hufschmid nun die Chance, mit den Jugendlichen auch über allfällige Probleme zu reden, ohne dass die anderen dabei zuhören. Dies sei ein weiterer grosser Pluspunkt. Mit der Erweiterung des Treffs denkt Hufschmid daran, die Öffnungszeiten am Abend zu verlängern.